Jugendblasorchester der Kreismusikschule fährt für sechs Tage nach London

Fieber vor der Konzertreise

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Vor der Konzertreise nach London sind für das Jugendblasorchester noch viele Proben angesagt.

Verden - „Die Jugendlichen fiebern dieser Konzertreise entgegen und freuen sich auf die sechs Tage in London“, erläuterte der Leiter des Jugendblasorchesters der Kreismusikschule, Andreas Brune. Anfang Mai heißt es für die Mädchen und Jungen, die Koffer zu packen. Damit wird ein schon länger geplantes Vorhaben von Brune endlich Realität.

„Nach Probenfahrten an das Steinhuder Meer in den vergangenen Jahren und den vielen Auftritten in und um Verden wollte ich den Jugendlichen mal etwas ganz Besonderes bieten“, hob Brune hervor. Er gründete vor neun Jahren das Jugendblasorchester. Dabei war ihm schon klar gewesen, dass das Vorhaben wohl nicht so einfach umgesetzt werden könnte, dass es aber über zwei Jahre dauern sollte, kam für ihn doch überraschend.

Alles habe mit Kontakten von Freunden und Arbeitskollegen nach London begonnen, so Brune. Deshalb sei diese Stadt auch als Ziel der Konzertreise ausgesucht worden. Gerade für junge Leute sei die englische Hauptstadt eine sehr angesagte und aufregende Stadt. „Es gibt natürlich viele Anbieter von Studienfahrten nach London, aber ich bestand auf mindestens einen öffentlichen Auftritt des Orchesters, was die Anbieter nicht berücksichtigen konnten.“

Viele Anfragen seien nicht beantwortet worden, zeigte sich Brune enttäuscht, der vor einem Jahr auch privat nach London gereist war. Dabei sei schon die Zurückhaltung verständlich, weil mögliche Auftrittsorte natürlich von zahlreichen europäischen Musikgruppen Anfragen erhielten.

„Das Orchester ist aber auf die Zeit der Ferien angewiesen und hier ergab sich die Gelegenheit, über Himmelfahrt zu reisen“, erläuterte Brune. Danach ständen wegen der mündlichen Abiturprüfungen an der Schule insgesamt sechs Tage zur Verfügung. „Dazu passte die rasche und herzliche Einladung der deutschsprachigen katholischen Gemeinde in London, die uns auch noch ihr Hostel anboten, gleich neben der St.- Bonifatius-Kirche und äußerst zentral gelegen. Das war wie der Hauptgewinn im Lotto.“

Das Ensemble wird dort am Sonntag nach Christi Himmelfahrt den Kommunions-Gottesdienst musikalisch gestalten und im Anschluss ein kleines Konzert geben. Selbstverständlich werden die 27 Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis 17 Jahren auch viel Zeit haben, sich in London umzusehen. Nach dem Frühstück wird aber erst einmal geprobt, um dann gemeinsam die bekannten Sehenswürdigkeiten aufzusuchen.

Schließlich ist der Sonntag nach Christi Himmelfahrt ein besonderer Tag, weil gleich drei Mädchen in London ihren Geburtstag feiern. Darüber freuen sich neben den anderen Jugendlichen auch Catharina Luttmann aus Kreepen, Anna-Maria Behnken aus Langwedel, Paul Priebe aus Verden und Jannis Klee aus Kirchlinteln. Die 16-jährige Kreepenerin musiziert seit acht Jahren mit der Tuba und hat sich damit das größte und schwerste Instrument ausgesucht. „Es macht voll Spaß“, so Catharina, die auch in der Begleitband der Scheeßeler Beekscheepers musiziert.

Die 16-jährige Anna-Maria Behnken hat kurze Zeit mit der Posaune gespielt, bevor sie vor etwa acht Jahren das Fagott favorisierte, das in Amateurorchestern seltener besetzt ist.

Vor fünf Jahren begann der 15-jährige Paul Priebe seine musikalische Ausbildung mit der Posaune, der sich auch in der Big Band des Gymnasiums am Wall mit diesem Instrument engagiert. Auf die Zeit in London freut sich auch der 15-jährige Jannis Klee, der seit knapp fünf Jahren Klarinette spielt und ebenfalls mit Begeisterung im Ensemble aktiv ist. - rö

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