Workshops in Grundschulen

„Respekt“ und „Kein Krieg“ zum Weltkindertag

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Im Theater-Workshop mit Andreas Sedlag ging es zunächst einmal um das richtige Warm-up.

Verden - „Ich möchte nicht geärgert werden“, „Das Kind soll nicht beschimpft werden“, „Mehr Respekt“ oder „Ich will keinen Krieg“: Kinder haben Rechte. Und ihre Gedanken darüber taten Drittklässler der Grundschulen von Sachsenhain, Lönsweg und Likedeeler Schule Mittwoch im Verdener Jugendzentrum (Juz) selbstbewusst kund.

Aus Anlass des Weltkindertages hatte die Fach- und Koordinierungsstelle Wabe (Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie und Zivilcourage) Verdener Dritt- und Viertklässler zum Workshop-Tag ins Juz eingeladen. Gemeinsam mit Theaterpädagoge Andreas Sedlag, Saskia Beck-van Düllen, Musiker Jacek Wohlers und Catherine Herrgott setzen sich rund 60 Mädchen und Jungen musikalisch, darstellerisch, kreativ und filmisch mit ihren Rechten auseinander und folgten so dem diesjährigen Motto des Tages: „Kindern eine Stimme geben“.

Der Anspruch auf Gesundheit, auf elterliche Fürsorge und gewaltfreie Erziehung, auf Privatsphäre und auf Spiel, Freizeit und Ruhe sind unter anderem in der UN-Kinderrechtskonvention festgehalten, die 1990 auch von Deutschland unterzeichnet wurde. In Niedersachsen ist die Auseinandersetzung mit Kinderrechten Teil des Sachkundeunterrichts. 

Auch wer sonst kein Instrument spielt, konnte im Musik-Workshop von Jacek Wohlers eine wichtige Rolle übernehmen.

In ihren Klassen, so berichten die Lehrerinnen Meike Eggeling und Silke Kröpke, hätten sie zunächst eine Art Brainstorming zu dem Begriff veranstaltet. Was dabei herauskam, orientierte sich zwar stark an persönlichen Bedürfnissen – das Recht auf Taschengeld, auf nette Eltern oder den Domweihbesuch – , hat im Ansatz aber durchaus etwas mit der UN-Konvention zu tun. Und so waren die Schüler denn Mittwoch in den Workshops schon ganz gut vorbereitet.

Sie hätten fleißig gearbeitet, lobte denn auch Wabe-Koordinator Rudi Klemm die Schüler. „Wer seine Pflichten in der Gesellschaft kennenlernen soll, muss auch seine Rechte kennen. Das ist die Grundlage der Demokratie“, begründete er den Workshop-Tag, der mit Mitteln des Kultusministeriums und des Bundesprogramms „Demokratie leben“ gefördert wurde. Und es gehe darum, den Mädchen und Jungen Mut zu machen, Verstöße gegen Kinderrechte anzuzeigen, sich an Familie oder Lehrer zu wenden.

kp

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