Kreistag gibt 5,4 Millionen Euro frei

Grünes Licht für neue Feuerwehr-Zentrale in Verden

Blick auf Feuerwehrhof.
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Dieses Bild dürfte schon im kommenden Jahr Geschichte sein. Die Feuerwehrtechnische Zentrale in Verden steht vor dem Ausbau.

Verden – Eines der ehrgeizigsten Feuerwehr-Projekte des Landkreises Verden in den nächsten Jahren hat die letzte Klippe genommen, die wichtigste. Die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) an der Autobahnauffahrt Verden Ost wird für 5,4 Millionen Euro um- und ausgebaut. Der Kreistag gibt grünes Licht, und das einstimmig. Ehe allerdings tatsächlich die ersten Bagger anrücken, dürfte noch einige Zeit ins Land ziehen. Geplant ist jetzt ein Baustart im nächsten Jahr, die Bauzeit wird mit 24 bis 36 Monaten angegeben.

Noch keine Umkleide- und sanitären Bereiche für die wachsende Zahl weiblicher Brandschützer, fehlende Räume zum Schutz der Einsatzkräfte, in denen sie teils verrußte und damit gesundheitsgefährdende Kleidungsstücke ablegen können, qualvolle Enge für immer mehr Spezialfahrzeuge – 35 Jahre nach dem Bau der Feuerwehrtechnischen Zentrale häufen sich die Probleme.

In einem ersten Bauabschnitt sollen zunächst die Neubauten der Fahrzeughalle sowie der Atemschutzwerkstatt umgesetzt werden. Und auch das ist schon eine logistische Herausforderung. „Der derzeitige Stellplatz für den Einsatzleitwagen (ELW) samt Einsatzkleidung wird während des Neubaus der Atemschutzwerkstatt zu einem Schlauch- und Abhollager umgebaut. Dieser Umbau kann jedoch erst erfolgen, nachdem der ELW samt Einsatzkleidung in den Neubau der Fahrzeughalle umgezogen ist, damit eine ständige Einsatzbereitschaft gewährleistet ist“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Feuerwehrtechnische Zentrale wird umfassend umgebaut und saniert

In der Politik finden die Maßnahmen uneingeschränkte Zustimmung. „Die Feuerwehrtechnik schreitet immer weiter voran“, sagt etwa Jens Richter (CDU), „im Rahmen der Flutkatastrophe hat man gesehen, wie wichtig eine zeitgemäße Ausstattung ist. Wir begrüßen den Einstieg in die Erweiterung.“ Ähnlich die Ansicht der SPD. „Sehr viel Geld, das da investiert wird, aber das ist kein Luxus, es ist Sicherheit für die Bevölkerung“, erklärt Bernd Junker.

Und auch bei den Grünen bestehen keinerlei Zweifel. „Mein Büro ist bei einem der Starkregen an den letzten Tagen in Mitleidenschaft gezogen worden“, berichtet Fraktionsvorsitzende Ulla Schobert, „ich konnte mich in meinem direkten Umfeld davon überzeugen, wie wichtig die schnelle Hilfe der Einsatzkräfte ist.“

Zentrale der Feuerwehr Verden erhält auch energetische Sanierung

Die kommenden Arbeiten betreffen jeden Bereich der FTZ. Weil etwa der Schulungsraum nach den Jahrzehnten zumindest energetisch saniert werden müsste und die Anlieferung von Fahrzeugen und Ausrüstung nicht mehr den Vorschriften entspricht, hat die Arbeitsgruppe um Schirrmeister Wolfgang Wendt den ganzen Komplex auf dem Reißbrett umgekrempelt.

In einer Arbeitsgruppe mit Vertretern aus den Fachdiensten Sicherheit und Ordnung und Gebäudewirtschaft im Kreishaus, Kreisbrandmeister Hans-Hermann Fehling, seinem damaligen Stellvertreter Peter Schmidt, Wendts Stellvertreter Frank Brasgalla und dem Fischerhuder Architekten Peter Bischof entstand ein Raumkonzept und eine Grobplanung. Dabei standen die gesetzlichen Vorgaben, Standards der Versicherung und die Erwägungen, die die Praktiker mitbrachten, Pate.

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