Verdener Delegation besucht Centre for Alternative Technology in Wales

Ideen für Bildungsarbeit

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Die Verdener Delegation beim Zentrum für Alternative Technologie.

Verden - Eine Delegation des Norddeutschen Zentrums für Nachhaltiges Bauen (NZNB) besuchte jetzt das Zentrum für Alternative Technologie (CAT) in Wales. Die acht Teilnehmenden zeigten sich beeindruckt von dem vielfältigen Projekt in einem ehemaligen Schiefersteinbruch, das seit Jahrzehnten Hunderttausende von Menschen über alternative Energiegewinnung für das Bauen mit natürlichen Baustoffen und ökologische Lebensweise informiert.

Das CAT gilt europaweit als Vorbild für Umweltbildungseinrichtungen. Ermöglicht wurde die Studienreise durch eine Finanzierung aus dem Europäischen Bildungsförderprogamm „Erasmus+“. Im CAT konnte die Verdener Gruppe nicht nur ausprobieren, wie eine wasserbetriebene Kabelbahn Gäste auf den Schieferberg gleiten lässt und den Stampflehm-Hörsaal der CAT-Universität bestaunen. Sie hatte auch Gelegenheit, mit Menschen zu sprechen, die das walisische Zentrum, das in Reiseführern als eine von Wales' beliebtesten Touristenattraktionen geführt wird, seit Jahren begleiten.

Mitnehmen konnten sie viele Ideen und Anregungen für die Bildungsarbeit in Verden und Norddeutschland. Im November will die Reisegruppe öffentlich über das kreative Bildungs- und Erfahrungs-Projekt berichten. NZNB-Geschäftsführerin Dorothee Mix sagte bei der Rückkehr: „Besonders beeindruckend ist die lebendige Vermittlung der Themen. Auf dem weitläufigen Gelände gibt es so viel zu entdecken: die Möglichkeiten der Wasserkraft von der Kabelbahn bis zur mit Wellenenergie angetriebenen Turbine. Windenergie lässt sich in all ihren Möglichkeiten studieren, und wie sich die Sonne nutzen lässt, ist an vielen Stellen aufbereitet.“

Als sehr wertvoll empfand die Gruppe die Gelegenheit, mit langjährigen Beschäftigten des CAT zu sprechen. Mix: „Der Architekt des neuen Hörsaals und vieler älterer Gebäude des Projekts zeigte uns, wie es gelang, einen authentischen Lernort für Nachhaltigkeit zu schaffen, an dem Kursteilnehmende und Studierende optimale Bedingungen für Lernen und Leben in einem vorbildlich ökologischen Gebäude erleben. Eine runde Stampflehmwand, die den Hörsaal mit 200 Plätzen umschließt, ist ein beeindruckendes Beispiel energiesparender und schadstofffreier Verwendung lokaler Baustoffe.“

Rasmus Grobe, der für die am NZNB ansässige Bildungswerkstatt für nachhaltige Entwicklung mitgereist war, erlebte die Bildungsarbeit des Zentrums als vorbildlich: „Das CAT hat immer schon diese Arbeit in den Mittelpunkt gestellt und hat als Lernort eine faszinierende Ausstrahlung. Es hat fast etwas von einem Freizeitpark mit seinen vielen begehbaren und interaktiven Exponaten für Tagesgäste. Aber es gibt auch ein umfangreiches Kursprogramm für Fachleute und Laien und bietet in Kooperation mit Universitäten Masterstudiengänge an, aus denen schon hunderte Absolventen hervorgegangen sind. Viele von denen haben eigene Projekte im Bereich ökologischen Bauens und alternativer Energien gegründet.“

Unlängst hat das CAT mit Partnern die Studie „Zero Carbon Britain“ veröffentlicht und zur wesentlichen Grundlage ihrer Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit gemacht: wissenschaftlich fundiert, formuliert die Studie Grundlagen für eine Klima- und Energiewende.

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