Säle bereits zwei Mal ausgebucht

Verdener Cine City startet nach Corona-Pause durch: „Richtig was fürs Herz“

Freuen sich, dass das Cine City nach seiner langen Schließung wieder richtig durchstarten konnte: Kim und Christian Müscher.
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Freuen sich, dass das Cine City nach seiner langen Schließung wieder richtig durchstarten konnte: Kim und Christian Müscher.

Verden – Licht aus, Popcorn leer, Film ab: Das Kino-Feeling ist nach monatelanger Corona-Pause endlich wieder zurückgekehrt. Das bestätigen auch die Betreiber des Verdener Cine City, Kim und Christian Müscher, die seit drei Wochen ihre Türen für Filmbegeisterte wieder geöffnet haben. „Wir sind richtig gut gestartet. Der Ablauf funktioniert, unsere Besucher halten sich an die Hygiene- und Maskenregeln und wir haben schon jetzt viele positive Rückmeldungen bekommen“, berichtet Kim Müscher froh und ergänzt: „Es ist richtig etwas für’s Herz.“

„Wir merken, dass sich die Leute definitiv wieder ins Kino trauen und es viele von ihnen auch vermisst haben“, schildert Christian Müscher. Gerade kleine Kinder würden an der Kasse oft darüber berichten, wie jung sie doch noch waren, als sie das letzte mal im Cine City waren und wie froh sie sind, wieder da sein zu können. „Überlegen sie mal, die meisten waren seit anderthalb Jahren in keiner Filmvorstellung“, so Kim Müscher. Vor allem habe das Paar viele Stammkunden begrüßen können. „Es ist schön, bekannte Gesichter zu sehen und zu wissen, dass es die Leute gut durch den Lockdown geschafft haben“, berichtet sie. „Aber es waren auch viele da, die sonst nur selten ins Kino gehen – eine schöne, bunte Mischung.“

Bis jetzt hätten sich zwei Filme als Publikumsmagneten hervorgetan. „Der neue Teil von ,Fast and Furious’ ist sehr beliebt und auch „Peter Hase – Ein Hase macht sich vom Acker“ kommt sehr gut an, gerade bei Familien und Jüngeren. Er läuft sogar besser als ,Die Croods 2’“, berichtet Christian Müscher. Zwei Mal sei das Kino bisher komplett ausgebucht gewesen. „Also ausgebucht unter Corona-Bedingungen versteht sich“, ergänzt er. Weiterhin gelten im Kino-Saal nämlich Abstandsregeln, sodass nur etwa 50 Prozent der Sitzplätze im Saal belegt werden können. „Die aktuelle Corona-Verordnung hätte zwar auch zugelassen, dass wir nur einen Sitzplatz als Sicherheitsabstand zwischendrin lassen, doch wir haben uns dagegen entschieden und die Sicherheit sowie den Komfort an erste Stelle gesetzt“, berichtet der Betreiber.

Im Eingangsbereich werden, sofern das Ticket nicht online gebucht wurde, die Kontaktdaten erfasst.

Die drei frisch renovierten Säle, die das Cine City während des Lockdowns in Angriff nahm und kurz vor seinem Neustart fertigstellte (wir berichteten), stießen auf großes Interesse bei den Kinobesuchern – „und kommen sehr gut an“, freut sich Kim Müscher. „Alle sind beliebt und oft fragen Besucher nach einer Filmvorstellung, ob sie nicht einen Blick in die anderen Säle werfen dürfen oder rufen sogar extra an.“ Motiviert von diesem positiven Feedback haben sich beide dafür entschieden, nun auch den fünften Kinosaal aufzufrischen. „Dafür haben wir auch gerade erst die Zusage für die Förderungen bekommen“, schildert sie. Was genau für die Renovierung geplant ist und ob erneut ein bestimmtes Thema rund um die Leinwand umgesetzt wird, verrät sie allerdings noch nicht.

„Wir sind gespannt, was die Sommerferien für uns bereithalten“, so Christian Müscher. Er könne sich einerseits vorstellen, dass viele Leute dieses Jahr erst recht in den Urlaub fahren, nachdem Corona ihren Plänen letztes Jahr einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, anderseits könne er nachvollziehen, wenn viele wegen der herrschende Planungsunsicherheit zu Hause bleiben. „So oder so stellen wir uns auf ein normales Sommerferienprogramm ein“, berichtet er. „Wobei natürlich noch nichts wieder normal ist. Vieles, was vorher einfach war, ist jetzt komplizierter geworden, man ist immer vorsichtig, weil man nichts falsch machen möchte. Und alles in allem ist der Betrieb anstrengender geworden“, gibt Kim Müscher zu, doch lässt sie sich davon nicht entmutigen: „So lange wir geöffnet sein dürfen, bleiben wir das auch!“

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