Schauspielerin Melina Sánchez als 19-Jährige auf der Bühne der Domfestspiele 2014

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Im Alter von 19 Jahren spielte Melina Sánchez bei den Domfestspielen als Gespielin des Königs mit.

Verden - Ihren ersten öffentlichen Auftritt als Schauspielerin hatte die Verdenerin Melina Sánchez mit 19 Jahren bei den Domfestspielen 2014, als sie in „Das geheime Attentat“ Josephine, die Mätresse des Königs gab. 2017 spielte sie am Hamburger Muttheater und brillierte bei der Wiederaufnahme von „Die Jungfernfahrt – Leben und Sterben auf der Titanic“ von Otto Junggeburth in der Rolle der 80-jährigen Ursula.

Aktuell steht die junge Frau in Greifswald und Stralsund bei „Ordnung und Widerstand Spektakel“ des Theaters Vorpommern auf der Bühne und spielt in „Vereinte Nationen“ von Clemens J. Setz unter der Regie von Annett Kruschke die Hauptrolle der Karin. Der Theaterstoff ist als schwarze Komödie inszeniert, die die Abgründe der Möglichkeiten in der digitalen Welt, den Geschlechterkampf, die Vermarktung von Kindern in der Gesellschaft und den privaten partnerschaftlichen Umgang miteinander auf groteske Art und Weise spiegelt.

Melina Sánchez brennt für die Schauspielerei, nie wollte sie beruflich etwas anderes tun, als auf der Bühne zu stehen. „Wenn man einmal damit infiziert ist, wird man ihn nicht wieder los“, sagt Melina und meint damit den Theatervirus, der bereits früh von ihr Besitz ergriffen hat. Sie habe schon als Kind den Drang verspürt, sich vor Publikum auszuprobieren. Mit 16 Jahren und dem an der Verdener Realschule erlangten Abschluss in der Tasche hat sie zunächst einen Schauspielkurs in Bremen an der „Task“ absolviert und dann ab 2014 in Hamburg Schauspiel studiert.

Melina Sánchez hat als Karin in dem Theaterstück „Vereinte Nationen“ eine Hauptrolle übernommen. - Foto: Vincent Leifert

Im gleichen Jahr hatte Sánchez dann auch ihre ersten öffentliche Auftritte bei den Domfestspielen. „Das hat mir viel Spaß gemacht und mir Selbstbewusstsein gegeben. Es war eine wichtige Erfahrung, die mich mit Sicherheit sehr geprägt und mich in meinem Streben eine richtige Schauspielerin zu werden, sehr bestärkt hat“, erzählt sie. Zum Glück, denn beim Schauspielstudium in Hamburg zeigte sich ihr großes darstellerisches Talent. Die Rolle der Karin in „Vereinte Nationen“ bedeutet für Melina Sanchez einen großen Sprung im Werdegang: „Eine Hauptrolle zu spielen, ist schon eine ganz andere Nummer.“ Ohnehin sei das Theater Vorpommern eine ganz tolle Spielstätte, wie auch die Zusammenarbeit mit den Mitwirkenden, insbesondere mit der Regisseurin, ganz wunderbar sei. „Ich hoffe sehr, dass ich mit Annett Kruschke noch weitere Projekte machen darf“, berichtet sie.

Aber, was macht eigentlich den Reiz des Schauspielerns aus? „Ich kann in einer Rolle Dinge machen, mich geben und artikulieren und so Emotionen zeigen, wie ich es im echten Leben nicht könnte. Ich liebe diese Herausforderung, mich in einer Rolle immer wieder neu zu erfinden und dabei in andere Charaktere zu schlüpfen.“

Ihre Leidenschaft gehöre einfach der Bühne. „Momentan kann ich eine wunderbare Rolle mit einer bedeutenden Regisseurin an der Seite von tollen Kollegen (Alexander Frank Zieglarski, Frederike Duggen, Erwin Bröderbauer) spielen“, schwärmt die junge Frau. Auf der Bühne habe sie den Faden in der Hand, könne durch Körperausstrahlung, Gesten, Mimik und der Kraft der Stimme die Aufführung mitformen.

Nach ihren Zukunftsplänen befragt, sagt Sánchez, dass sie sich vor allem weiter entwickeln möchte. Die Schauspielerei sei ihre Berufung, selbst wenn sie mit Risiken verbunden sei. „In meine Zukunft blicke ich ausgesprochen positiv. Ich bin aber ohnehin ein positiver Mensch, der in der Regel mit Optimismus nach vorne schaut. Und da ich das Schauspielern und alles was dazugehört mit ganzem Herzen und großer Begeisterung mache, fühlt es sich immer gut und richtig an“, sagt Sanchez.“

So wie es aussieht, wird die junge Schauspielerin ein weiteres Engagement in Greifswald bekommen. Sie soll im Stück „Der Kirschgarten“ von Anton Tschechow die Rolle der Pflegetochter Warja übernehmen. nie

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