Trends an den Verdener Weihnachtsbaum-Verkaufsständen

Frisch geschlagen und gut präsentiert

Mann mit Mütze und Maske an einem Tannenbaum-Einnetz-Gerät.
+
Der Tannenbaum wird eingenetzt. „Der wird später an die Käuferin geliefert“, sagt Kai Schröder.

Verden – Zur Weihnachtszeit stehen sie wieder vor den Supermärkten oder auch an Straßen: Tannenbaumverkaufsstände. „Seit zehn Jahren mache ich das hier schon“, sagt Rolf Oetting, Verkäufer bei „Wolters Weihnachtswald“ an der Hamburger Straße.

Es ist nicht mehr so kalt wie früher

Er hat Erfahrung und weiß, was sich nicht so gut verkauft, wie zufriedene Stammkunden aussehen und und vor allem, welche Probleme es beim Verkauf geben kann. „Früher war es noch etwas anstrengender bei Schneefall und kälteren Temperaturen, aber mittlerweile ist es nicht mehr ganz so kalt“, erzählt Oetting. Das sei eine Erleichterung. Eine weitere ist für ihn, dass er nicht mehr alleine verkaufen muss, sondern einen Kollegen dazubekommen hat.

Frisch geschlagene Nordmanntannen aus Hustedt

„Hier in Verden gibt es jetzt mehr Weihnachtsbaumstände, und Discountermärkte bieten auch eigene Bäume an“, berichtet Oetting, „dadurch verkaufen wir hier nicht mehr so viele wie noch vor paar Jahren.“ Seine Nordmanntannen, andere Baumarten hat er gar nicht mehr im Angebot, würden frisch geschlagen aus Hustedt angeliefert. „Da haben wir natürlich einen Vorteil, weil unsere Bäume eine höhere Qualität haben, als die bei den Discountern“, sagt der Fachmann.

Stammkunden kommen schon seit Jahren

Zwischendurch laufen zufriedene Kunden mit einem Tannenbaum unter dem Arm vorbei und freuen sich. „Bis nächstes Jahr!“, rufen sie Oetting zu. „Sie sind immer zufrieden mit unseren Tannen gewesen“, freut er sich. Einige Stammkunden kenne er schon jahrelang, immer kaufen sie ihren Weihnachtsbaum bei ihm.

Pro Tag werden etwa 50 Bäume am Stand verkauft

Nicht viel weiter entfernt steht der Verkäufer Daniel Ludewig, ein Neuling im Gewerbe. Er mache den Verkauf zum ersten Mal und ist erst seit wenigen Tagen beim Stand tätig. „Viele wollen einen kleinen Baum haben. Der reicht ihnen auch“, fällt ihm auf. Sein Stand von „Wiesner Verkauf“ steht auf dem Kaufland-Parkplatz in der Schulstraße. „Pro Tag gehen hier ungefähr 50 Stück weg“, sagt er.

Auf dem Betrieb können Bäume auch selber geschlagen werden

Vor dem Landgericht am Johanniswall steht Kai Schröder, er hütet den Verkaufsstand der Familie Rüpke. Ihre Bäume werden in Altenwahlingen geschlagen. „Die Leute können auch bei uns auf dem Betrieb vorbeikommen und sich die Bäume auf der Plantagesogar selber fällen“, sagt er.

Der Trend geht zum Zweitbaum

Genau wie Ludewig ist auch Schröder gerade neu in den Verkauf der Nadelbäume für das Fest eingestiegen. Seine Beobachtung in den vergangenen Tagen: Der Trend geht zum Zweitbaum. „Manche Leute kaufen sich tatsächlich gleich zwei Exemplare und stellen einen ins Wohnzimmer, den anderen ins Kinderzimmer oder auch nach draußen“, berichtet Schröder.

Regelmäßig wird der Standplatz gepflegt

Langweilig ist ihm nie. Zwar gebe es Phasen, in denen sich keine Menschen auf seinem Stand tummeln. „Die Zeit nutze ich, um den Standplatz zu pflegen. Die Bäume müssen beispielsweise umgestellt werden, um sie dem Kunden besser zu präsentieren“, erklärt der Verkäufer. „Das gehört zum Geschäft.“

Manchmal zwei Lieferungen an einem Tag

Ein leerer Stand sehe auch nicht besonders gut aus, deswegen bekomme er jeden Tag neue Bäume angeliefert, manchmal sogar zwei Lieferungen an einem Tag.

Unterschiedliche Hauptverkaufszeiten

Wann das Geschäft am besten läuft, darüber herrscht Uneinigkeit unter den Weihnachtsbaumverkäufern. Laut Oetting sei die Hauptverkaufsphase um den dritten Advent herum, Schröder wiederum hat die Erfahrung gemacht, dass es kurz vor Heiligabend den größten Ansturm von Käufern gebe.

Und alle wollen Nordmann. Das Angebot an Blaufichte sei stark zurückgegangen. „Die war in den letzten Jahren im Trend, jetzt aber nicht mehr. Die Leute kaufen hauptsächlich Nordmanntannen“, sagt Kai Schröder.

Von David Böse

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Streit um Durchfahrtsrechte eskaliert

Streit um Durchfahrtsrechte eskaliert

Streit um Durchfahrtsrechte eskaliert
Kaum Wohnraum für Geflüchtete

Kaum Wohnraum für Geflüchtete

Kaum Wohnraum für Geflüchtete
BBS Verden bieten Doppelqualifikation an: Abitur plus Sozialpädagogische Assistenz

BBS Verden bieten Doppelqualifikation an: Abitur plus Sozialpädagogische Assistenz

BBS Verden bieten Doppelqualifikation an: Abitur plus Sozialpädagogische Assistenz
Finanzamt Verden muss 62 636 Flächen neu bewerten

Finanzamt Verden muss 62 636 Flächen neu bewerten

Finanzamt Verden muss 62 636 Flächen neu bewerten

Kommentare