Die Becken bleiben leer

Verwell im Corona-Lockdown: Umfassende Bauarbeiten starten bald

Das leere Sportbecken im Verdener Verwell.
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Wasser raus: Das Dach im Bereich des Sportbeckens wird Anfang Mai saniert werden. Dafür muss der Bereich, wie hier zuletzt im Jahr 2019, abgesperrt werden.

Es herrscht Planungsunsicherheit im Verdener Verwell: Der Lockdown wurde erneut verlängert und das Erlebnisbad bleibt geschlossen. Trotzdem herrscht kein Stillstand. Einige wichtige Bauarbeiten und Termine stehen an. 

  • Verdener Verwell bleibt wegen Lockdown geschlossen.
  • Ausbildung der Azubis läuft trotzdem weiter.
  • Umfassende Renovierungsarbeiten starten bald.

Verden – „Es herrscht die totale Planungsunsicherheit. Wir wissen überhaupt nicht, wie es wann weitergeht.“ Arne Lindhorst, stellvertretender Badleiter des Verdener Verwells, ist frustriert: Erneut wurde vor wenigen Tagen der Lockdown in Deutschland verlängert und wieder stellt sich die Frage, ob er Mitte Februar endet, oder ob es erneut eine Verlängerung geben wird. „Wir müssen uns, wie jeder andere, der von den Corona-Beschränkungen betroffen ist, wohl weiter in Geduld üben“, so Lindhorst. Doch trotz der Schließung herrscht kein Stillstand in dem Erlebnisbad: Einige wichtige Termine stehen in den kommenden Monaten auf dem Programm.

„Zwar dürfen wir keine Besucher reinlassen, aber die Ausbildung unserer Azubis läuft auch während des Lockdowns weiter. Natürlich unter Beachtung der geltenden Hygienevorschriften und Abstandsregeln“, berichtet der Badleiter im Pressegespräch. Dazu gehören die Trainingseinheiten, die im Wasser absolviert werden müssen. Schließlich müssen die Auszubildenden fit sein für ihre Prüfungen, von denen die erste voraussichtlich im Juli stattfinde. „Tatsächlich haben wir noch Kapazitäten, neue Azubis aufzunehmen, die eine Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe machen möchten“, erläutert er.

„Aktuell ist sowohl im Erlebnis- als auch im Sportbecken Wasser. Seit Oktober, also zu Beginn des Lockdowns, haben wir aber die Wärmezufuhr abgedreht“, so Lindhorst. Normalerweise seien sonst sämtliche Bereiche beheizt. Nächste Woche werde das Erlebnisbecken für wichtige Reinigungen geleert. „Sonst machen wir das immer Anfang Juni, aber wir haben den Termin vorsichtshalber vorgezogen, bevor genau das der Zeitpunkt wäre, an dem wir wieder starten dürften.“

Verwell nutzt Lockdown für Renovierungsarbeiten

Außerdem stünden demnächst wichtige Renovierungsarbeiten an. „Wir bekommen Ende Februar neues Filtermaterial für einen Teil der Anlage. Das Material wird in der Regel alle acht bis zehn Jahre ausgetauscht“, informiert Lindhorst. Einen besseren Zeitpunkt als jetzt, wo sowieso zu ist, gebe es schließlich kaum. Bis dahin würden im Bad kleinere Reparaturen vorgenommen werden, wie beispielsweise Malerarbeiten oder das Austauschen von einzelnen Fliesen.

Eine größere Baustelle stünde Anfang Mai an: „Ich kann jetzt schon sagen, dass das Sportbecken diesen Sommer über definitiv nicht geöffnet sein wird“, so Lindhorst. Denn das Dach sowie die Fassade des Raumes werden umfassend saniert. „Der Termin dafür steht auch schon lange“, schildert er weiter. Die Lüftungsanlage werde ebenfalls in dem Zeitraum erneuert. Durch die Bauarbeiten ergebe sich allerdings ein kleines Problem, sofern das Verwell bis dahin wieder öffnen darf: „Wir müssen schauen, wie wir das mit den Umkleiden regeln. Sonst kommen die fertig angezogenen Gäste nämlich durch den Sportbereich ins Bad. Vielleicht bauen wir eine Schleuse. Irgendwie kriegen wir das hin“, ist er optimistisch.

Hoffen auf den Sommer: Freibad des Verwells soll früher öffnen

„Im Grunde können wir uns schon über den Start des Freibads unterhalten“, so Lindhorst lachend. Denn die Freibadauswinterung beginne bereits Anfang März. „Eigentlich ist immer um die Mitte des Monats Mai Eröffnung, aber wir hoffen, dass wir dieses Jahr deutlich früher loslegen können.“ Damit das klappt, müsse allerdings das Wetter mitspielen. „Wahrscheinlich werden wir für den Freibadbetrieb den Pandemieplan vom vergangenen Jahr wieder aufnehmen. Sofern es keine neuen Regelungen gibt“, so Lindhorst. Der sei von allen Badegästen damals gut angenommen worden.

Als ein großes Problem sieht Lindhorst den Ausfall sämtlicher Kurse. „Wir haben unzählige Anfragen für das Kinderschwimmen bekommen, mussten aber alle Absagen. Und ich mag gar nicht darüber nachdenken, Saisonbilanz geht baden: Verdener Verwell verzeichnet massiven Verlust an Besuchern und werden“, schildert er seine Sorge.

„Wir wollen endlich wieder durchstarten. Gerade in meinen Gesprächen mit Kollegen merke ich, wie motiviert alle sind und wie sehr sie hoffen, dass der Lockdown bald ein Ende hat, damit wir bei uns im Haus Badegäste begrüßen“, so Lindhorst abschließend. Wann das der Fall sein wird, lässt sich allerdings nicht sagen.

Weitere Informationen unter www.verwell.de.

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