„Guter Dinge, dass es klappt“

13 Unternehmen suchen beim Azubi-Speed-Dating passende Bewerber

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Uli Schmitz und seine Mitarbeiterinnen Alicia Haase und Claudia Franz (v.l.) nehmen beim Speed-Dating einen Bewerber unter die Lupe. 

Verden - Genau zehn Minuten hatten Bewerber und Unternehmen Zeit, sich beim fünften Azubi-Speed-Dating von IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum, Arbeitsagentur Nienburg-Verden und Fachkräfteoffensive Landkreis Verden im Berufsinformationszentrum (Biz) der Arbeitsagentur in Verden kennenzulernen. Dann wurde bereits gewechselt und das nächste Date begann.

13 regionale Unternehmen nahmen am „Azubi-Speed-Dating“ teil, im Gepäck Ausbildungsplätze in Büroberufe, (Einzel-)Handel, Metall- und Elektro, IT oder Pflege, davon einige auch in Verbindung mit einem Dualen Studium. Mit ein wenig Glück fanden Betrieb und Bewerber noch für das Ausbildungsjahr 2018 zueinander. Dabei zählte primär der persönliche Eindruck, nicht die Bewerbungsmappe.

Es gehe um einen ersten Informationsaustausch, sagten Anna Lühning und Daniel Bestvater von der Arbeitsagentur. Ausbildungsplatzsuchende und potenzielle Arbeitgeber sollten schauen, ob ein Arbeitsverhältnis denkbar sei.

Die Veranstaltung gab den Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Chance, im Gespräch das vorzubringen, was sie in einer schriftlichen Bewerbung oft nur schwer ausdrücken können. Im besten Fall könnte sich dadurch die Einladung zu einem „richtigen“ Bewerbungsgespräch mit Praktikums- und Ausbildungsplatz ergeben, fasste Bestvater zusammen.

Die Chancen stehen für die Suchenden gut: „Zum Stichtag 10. Oktober 2017 waren insgesamt 933 Ausbildungsplätze gemeldet, von denen im Mai noch 422 unbesetzt waren“, beschrieb Bestvater die regionale Situation.

Besonders in der Gastronomie, in den Pflegeberufen sowie im Einzelhandel seien noch viele Lehrstellen offen. Das bedeutet gute Chancen auch für Christian, denn das Feld seiner beruflichen Interessen ist breit gesteckt. „Ich kann mir vieles vorstellen. Ich bin an den Berufen Fachkraft für Lagerlogistik oder Einzelhandelskaufmann interessiert, aber es kommen auch die IT-Branche oder das Handwerk infrage.“ Bei seinem ersten Azubi-Speed-Dating, auf das er sich sehr gut vorbereitet hat, hat er sich daher gleich bei mehreren Unternehmen über die Ausbildungsmodalitäten informiert.

Nach Aussage des 24-Jährigen sind diese Gespräche positiv verlaufen. „Ich habe mich in der Vergangenheit dutzende Male schriftlich beworben und viele Absagen kassiert. Jetzt bin ich guter Dinge, dass es diesmal mit einem Ausbildungsplatz klappt.“

Nach solch motivierten Bewerbern haben auch Inge Behrmann und Oscar Schouten von der Stiftung Waldheim, Maike Grünhagen und Lisa Henkel von der Firma Dodenhof oder Uli Schmitz von Hörakustik Schmitz Ausschau gehalten. „Wer engagiert ist, hat alle Chancen“, bestätigte Schmitz, der in seinen Filialen zehn Ausbildungsplätze für Hörakustiker zu bieten hat, fünf davon im Bereich Verden.

Beim Azubi-Speed-Dating hat Schmitz in den Vorjahren bereits mehrere Auszubildende gefunden. Für den Unternehmer bietet die Veranstaltung einen niedrigschwelligen Erstkontakt zwischen Bewerber und Unternehmen und gleichzeitig eine gute Möglichkeit, motivierten und qualifizierten Nachwuchs zu finden.  

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