Stadt will Straßenzug bis Holzmarkt sicherer machen

Umgestaltung Ostertorstraße: Anlieger zahlen keinen Cent

Die Ostertorstraße von Holzmarkt bis Herrlichkeit wird nach circa 25 Jahren erneut umgestaltet. Zahlen brauchen die Anlieger dafür aber nicht.
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Die Ostertorstraße von Holzmarkt bis Herrlichkeit wird nach circa 25 Jahren erneut umgestaltet. Zahlen brauchen die Anlieger dafür aber nicht.

Rissiges und rutschiges Pflaster, gefährlich für Radfahrer, eine Fußgängerzone, die eigentlich keine ist, die Ostertorstraße hat einiges an Risiko zu bieten. Und soll umgestaltet werden. Eigentlich müsste die Stadt dafür die Anlieger zur Kasse bitten......

Verden – Als Fußgänger oder mit dem Rad durch die Ostertorstraße, mitten auf der Fahrbahn, ist zwar erlaubt, aber nicht ratsam, weil gefährlich. Die gute Nachricht: Nun wird umgebaut. Es wird sicherer. Radfahrer und Fußgänger dürfen sich freuen. Und auch die Anlieger. Denn, anders als üblich, brauchen sie für den Umbau nicht zu zahlen.

Ostertorstraße in Verden: Umbau schon vor 25 jahren

Gebaut wurde in der Straße Herrlichkeit und Ostertorstraße bis zur Einmündung am Holzmarkt bereits in den 1990er-Jahren. Mit aus heutiger Sicht mäßigem Erfolg: „Verden kann kein Kleinpflaster“, hatte FDP-Ratsherr Henning Wittboldt-Müller schon des Öfteren süffisant bemerkt. Die Steine bröseln, die Fläche uneben und überall Kanten. Aber nicht nur das. Obwohl als Fußgängerzone ausgewiesen, halten sich Autofahrer nicht zurück, geben Gas, wo sie eigentlich Schritttempo fahren müssen. Ein Risiko, das nicht zum Bild Verdens als Fahrradstadt passt.

Das Pflaster ist rissig und bei Regen rutschig.

Keiner hält sich an Schritttempo - Autofahrer geben Gas

Also alles auf Anfang und ein neuer Versuch auf der Strecke zwischen Herrlichkeit bis Holzmarkt. Nach knapp 25 Jahren und wieder für viel Geld. Mit Bekanntwerden des Plans hatten sich im Fachausschuss Bedenkenträger gemeldet. Denn Neubau heißt auch, schon wieder die Anlieger zur Kasse bitten?!

Muss nicht sein, so das Signal aus dem Rathaus. Die Verwaltung liefert dafür unter dem Kapitel „Beitragsrechtliche Beurteilung“ eine Begründung, die die Anlieger aufatmen lässt. Die Ostertorstraße unterscheide sich nach dem neuerlichen Umbau nur in der Art der Oberfläche von ihrem jetzigen Zustand, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Eine Umgestaltung erhöhe zwar die Attraktivität und Befahrbarkeit vor allem für Radfahrer, letztendlich sei es aber nur ein Austausch der Pflasterdecke, so die weitere Begründung. Ferner wird ausgeführt, eine Erneuerung und damit verbundene Beiträge setzten voraus, dass die übliche Nutzungsdauer abgelaufen ist. Zwar gebe es keine festgelegte „Lebensdauer“ von Straßen, für die Ostertorstraße und Herrlichkeit sei eben diese übliche Nutzungsdauer zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht abgelaufen, heißt es. Die Fahrbahnen weisen, trotz einiger Mängel, sogar noch einen ausreichend guten Zustand insbesondere für den Autoverkehr auf. Ein Umbau wäre demnach nicht zwingend erforderlich. Mit diesem amtlichen Zeugnis sind die Anlieger raus, brauchen, bei einer zeitnahen Umgestaltung, keinen Cent zahlen.

Stadt Verden will Anlieger nicht erneut belasten

Die Fußgänger auf dem Fußweg, die Radfahrer auf der Straße und auf einem neuen, ebenen Pflaster, das bei Regen nicht zur rutschigen Piste wird, und auch die Kanten inklusive der Granitborde kommen weg, so der Plan in der Ostertorstraße. Mit ausgebaut werden die Straße Herrlichkeit sowie die Kreuzungen Ostertorstraße- Zollstraße-Holzmarkt. In der Herrlichkeit wird das dort ebenfalls liegende unebene Kleinpflaster einem fahrradfreundlichen Pflaster weichen. Bei der Kreuzung Zollstraße-Holzmarkt entfallen die in der Straße aus roten Granitborden gesetzten „Stufen“. Das Kleinpflaster der Querung des Straßenzuges Zollstraße-Holzmarkt aus der Ostertorstraße kommend Richtung Holzmarktunnel verschwindet ebenfalls.

Innenstadt Verden: Umgestaltung zwischen Herrlichkeit und Holzmarkt für 432.000 Euro

Die Gesamtkosten für Umbau und Neugestaltung zwischen Herrlichkeit und Holzmarkt belaufen sich auf circa 432. 000 Euro. Allerdings darf sich die Stadt auf eine Teilförderung für den Ausbau des Radweges freuen und hat dafür die Zusage von 235. 000 Euro. Der Rest wird dann, statt von den Anliegern, aus dem städtischen Haushalt beglichen.

Auch wenn die Stadt in diesem Fall zahlt, eine grundsätzliche Befreiung von der Beitragspflicht wird es in Verden nicht geben. Darüber herrscht im Stadtrat mehrheitlicher Konsens. Über eine entsprechende Vorlage will das Gremium zudem in seiner Sitzung am Dienstag entscheiden.

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