Gutachten offengelegt

Wasserwerker reagieren auf Kahlschlag-Kritik

Wald hinter einem Zaun.
+
Strukturarmer, abrupter Waldrand: So beschreibt Gutachter IDN die Fläche am Solarpark des Wasserwerks Panzenberg, die jetzt gerodet wurde.

Verden – Die Debatte um den Kahlschlag-Vorwurf am Solarpark des Wasserwerks Panzenberg geht in die nächste Runde. Der Trinkwasserverband Verden (TVV) legt jetzt ein Gutachten offen, in dem die Waldsaumproblematik abgearbeitet wird.

Die Wasserwerker verweisen auf eine Expertise des Planungs- und Ingenieurbüros IDN in Oyten aus dem Februar des vergangenen Jahres. Darin hatte das langjährig in Sachen Wasserwirtschaft und Umwelt- sowie Landschaftsplanung tätige Unternehmen den ganzen Bereich östlich des Panzenbergs untersucht. Bezüglich des Baumbestandes heißt es, der 1,2 Hektar große Waldrand werde umstrukturiert, „da der zurzeit vorzufindende Waldbestand die PV-Anlage ansonsten verschatten würde und darüber hinaus bei Bruch oder Windwurf die Gefahr der Beschädigung der PV-Anlage bestünde.“ Gleichzeitig stellen die Oytener Gutachter dem zu rodenden Wald ein alles andere denn zufriedenstellendes Zeugnis aus. „Der zurzeit vorzufindende Waldrand ist strukturarm ausgeprägt und weist nicht die typische Abfolge von Krautsaum, Strauchgürtel und Waldmantel auf, wie man sie bei einem naturnah ausgeprägten Waldrand erwarten würde.“ Gleichzeitig beziehen sich die Oytener auf den Landschaftsrahmenplan aus dem Jahr 2008, in dem die betroffene Ecke wie folgt beschrieben werde: „Von dichtem, unnatürlich wirkenden Nadelholzforst geprägte Einheit. Die äußeren Grenzen sind durch abrupte, ungestaltete Übergänge zu den benachbarten Nutzungen gekennzeichnet.“

Insofern sei durch die Umstrukturierung eines bisher aus ökologischer und landschaftsästhetischer Sicht eher unbedeutenden „Waldrands“ zu einem strukturreichen Waldrand sogar mit einer Verbesserung der ökologischen Funktion und der Landschaftsästhetik zu rechnen, folgert die IDN. Allerdings handele es sich bei der Fläche um einen mäßig frischen, je nach Witterung auch teilweise sommertrockenen und mäßig nährstoffversorgten Standort mit etwa 30 bis 70 Zentimeter schwach bis mäßig verlehmten Sand.

Aus diesen Erkenntnissen ergebe sich ein neuer Waldrand, der am Solarpark mit einem Krautsaum beginne, sich mit einem Strauchbereich fortsetze und in 30 Metern Entfernung in erste Bäume münde, in Eberesche, Salweide, Feldahorn oder Wildbirne, auf jeden Fall aber heimische Arten. „Der Eingriff in die Schutzgüter Biotope/Pflanzen ist somit ausgeglichen“, folgert die IDN.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Sechs Monate Audible inkl. Gratis-Hörbücher für monatlich 4,95 Euro statt 9,95 Euro

Sechs Monate Audible inkl. Gratis-Hörbücher für monatlich 4,95 Euro statt 9,95 Euro

Das sind die Minister und Ministerinnen der Ampel-Koalition

Das sind die Minister und Ministerinnen der Ampel-Koalition

iPhone 13 jetzt schon sichern – zu diesen Hammer-Konditionen

iPhone 13 jetzt schon sichern – zu diesen Hammer-Konditionen

Angela Merkel: die wichtigsten Momente ihrer Karriere

Angela Merkel: die wichtigsten Momente ihrer Karriere

Meistgelesene Artikel

2G-plus: „Es brodelt“

2G-plus: „Es brodelt“

2G-plus: „Es brodelt“
Situation am Achimer Bahnhof etwas entspannt

Situation am Achimer Bahnhof etwas entspannt

Situation am Achimer Bahnhof etwas entspannt
Die Reißleine gezogen

Die Reißleine gezogen

Die Reißleine gezogen
Gewerbegebiet Verden:<br/>67. 000 Quadratmeter<br/> für Bremer Konzern

Gewerbegebiet Verden:
67. 000 Quadratmeter
für Bremer Konzern

Gewerbegebiet Verden:
67. 000 Quadratmeter
für Bremer Konzern

Kommentare