Sitzgelegenheiten noch vor den Sommerferien? / Überall Lieferengpässe

Podest vor dem Rathaus: Holz lässt auf sich warten

Das Podest vor dem Rathaus Verden:
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Warten auf die Bank: Was am Computer schnell gemacht, braucht in der Praxis länger. Wenn’s glatt läuft, ist das Holz vor den Sommerferien auf dem Podest.

Verden – Versprochen ist versprochen! Doch wo bleibt es eigentlich, das Holz auf dem Podest vor dem Rathaus Verden? „Wir sind da dran, ein Tischler ist gefunden, der Auftrag ist raus“, sagt Silke Schwarz, die sich bei der Stadt Verden federführend um Grünflächen und Freizeitanlagen kümmert.

Doch nach wie vor kahl und kalt ist der mächtige Stein mit den Stufen vor dem Verdener Rathaus

Schönstes Sommerwetter, die strengen Regeln der Pandemie vor der Lockerung, die Innenstadt lockt für einen kleinen Ausflug. Auch zum Podest. Doch nach wie vor kahl und kalt ist der mächtige Stein mit den Stufen vor dem Verdener Rathaus. Kein Plätzchen, um sich mit einem Becher Kaffee niederzulassen, hatten die Kritiker bemängelt, erfolgreich dafür gekämpft, dass da warme Sitzplanken drauf kommen. „Nicht, dass die Idee vielleicht klammheimlich in der Schublade gelandet?“, fragte voller Sorge einer der maßgeblichen Befürworter, als er mit vollem Kaffeebecher vor den leeren Stufen stand. Schließlich, so sei doch noch im Frühjahr versprochen worden, sollten die Bretter zu Beginn des Sommers da sein. Also trank er seinen Kaffee im Stehen, kramte in seinen Erinnerungen, und hatte sogar das Datum parat: „Es stand am 16. April in der Zeitung.“

Stadt Verden: „Wir haben einen Tischler, der uns die Sitzgelegenheiten baut“

Silke Schwarz von der Verwaltung gibt indes Entwarnung. Was der Verwaltungsausschuss beschlossen hat, das gilt. „Wir haben einen Tischler, der uns die Sitzgelegenheiten baut“, sagt Schwarz. Der Fachmann komme sogar aus Verden, einen Namen wollte sie allerdings aus Diskretionsgründen noch nicht sagen. Da bat sie um Verständnis und zugleich noch um etwas Geduld für die Umsetzung der Maßnahme. Überall werde gebaut. „Die Auftragsbücher voll, das Material schwer zu bekommen, das sind nur einige Gründe, warum wir noch nicht schneller vorankommen“, bedauert Schwarz. Eine zuverlässige Prognose, wann denn der erste Gast seinen Kaffee auf den verkleideten Stufen trinken kann, mochte die Mitarbeiterin der Stadt allerdings nicht abgeben. „Es könnte sein, dass es bis zum Beginn der Sommerferien klappt. Ich bleibe dran“, versprach Schwarz, wohlwissend, dass es sich um eine „sensible Angelegenheit“ handle.

Eine Bank auf der Stirnseite, auf die mittlere Stufe, einmal mit Blickrichtung auf das Rathaus und, entgegengesetzt, zum Dom.

Was auf das Podest kommt, dürfte vom Arbeitsaufwand her schnell gemacht sein. Fachausschuss und anschließend Verwaltungsausschuss hatten erst nach einigem Hin und Her – dann aber einstimmig – entschieden, Sitzgelegenheiten auf den Stein schrauben zu lassen. Platz nehmen sollen die Gäste auf Accoya-Holz, 180 Zentimeter lang, 52 Zentimeter breit und 25 Millimeter stark, so der Plan. Jeweils auf der Stirnseite, auf die mittlere Stufe, mit Blickrichtung auf das Rathaus und, entgegengesetzt, zum Dom.

Die Auflagen lassen sich zudem komplett und problemlos abbauen, falls auf dem Podest eine Veranstaltung stattfindet.

Bevor die Bretter drauf kommen, muss in den Granit gebohrt werden. Ankergewinde, Schrauben und ein Edelstahlrahmen, darauf dann – endlich – das Holz. Bauweise und Montage sind so angelegt, dass das Bauwerk auch danach noch leicht gereinigt werden kann, so die Ausschreibung. Die Auflagen lassen sich zudem komplett und problemlos abbauen, falls auf dem Podest eine Veranstaltung stattfindet.

Bank auf dem Verdener Podest: Kosten für Kauf und Montage dürften sich im Rahmen von circa 2 .000 Euro bewegen

Accoya-Holz zeichnet ein hohes Maß an Festigkeit und Stabilität aus – und es zählt nicht zu den Tropenhölzern. Kosten für Kauf und Montage dürften sich im Rahmen von circa 2. 000 Euro bewegen. Relativ günstig im Preis, war sogar der Wunsch geäußert worden, auch die Stufen an der Längsseite entsprechend komfortabel zu gestalten. Letztendlich blieb es allerdings bei der „kleinen Lösung“, wohl auch, um die Diskussion nicht ein weiteres Mal in die Länge zu ziehen.

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