Kommentar zum Parkhaus Nordertor

Projekt ist keine Meisterleistung

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Mediengruppe Kreiszeitung

Von Markus Wienken. Neue Parkplätze, ordentlich Fördergeld von der NBank, eine durchaus gefällige Planung, eigentlich hätte der Finanzausschuss auf dem oberen Deck des Parkhauses – es schien tatsächlich noch kurz die Sonne – zufrieden sein können. Auch der Architekt mühte sich nach Kräften, etwas für die gute Laune zu tun. Er warb kräftig, sein gutes Recht, für sein Projekt. So richtig gelingen wollte es ihm aber nicht.

Doch warum die schlechte Laune? Es lief von Beginn an nicht rund mit den Planungen um das neue Parkhaus am Nordertor. Wer sich die ersten Sitzungen in Erinnerung ruft, der hat noch eine deutlich preiswertere Lösung im Kopf. Und diese Zahl, nur etwas über eine Million Euro, sollte das Projekt wie ein dunkler Schatten begleiten. Immer kamen neue Zahlen aus dem Rathaus, immer wieder musste gerechnet werden. 2 Millionen, 2,5 Millionen, dann 3 Millionen Euro. Wen wundert es, dass da der Fachausschuss irgendwann sauer wird. Hinzukamen Terminschwierigkeiten, so dass die Förderung der NBank zu kippen drohte. Die drückte, mit Verlaub, ein Auge zu, verlängerte den Zeitraum. Glück gehabt, Verden!

Trotz der finanziellen Förderung bleibt die Stadt auf den Löwenanteil der Kosten von 3,2 Millionen Euro sitzen.Die Gewerbesteuer sprudelt, sie kann es sich leisten. Aber dennoch: eine Meisterleistung ist dieses Projekt nicht.

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