Realistisches Training im Center in Eversen

Für Atemschutzträger wurde es noch heißer

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Da kommt der Betrachter schon beim Anblick ins Schwitzen – Atemschutztraining. 

Verden - Acht junge Atemschutzgeräteträger der Ortsfeuerwehr Verden hatten jetzt die Gelegenheit, in einer Anlage für Realbrandbekämpfung in Eversen zu trainieren. Bei den ohnehin schon hochsommerlichen Temperaturen, eine schweißtreibende, aber lohnenswerte Angelegenheit. Finanziert wurde die Ausbildung durch den Förderverein der Wehr, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Einsatz unter Atemschutzgeräten, sprich das Vorgehen in brennenden oder verqualmten Gebäuden, gehört zu den anspruchsvollsten Herausforderungen im Brandeinsatz. Nur speziell geschulte Einsatzkräfte dürfen diese Arbeit verrichten. Jetzt trainierten acht junge Atemschutzgeräteträger der Ortsfeuerwehr Verden bei der Firma FTRC – Feuerwehr-Trainings- und Rettungs-Center in Eversen (Landkreis Rotenburg), in der dortigen Ausbildungsanlage für Realbrandbekämpfung, einem sogenannten Brandübungscontainer, den Einsatz unter Atemschutz in brennenden Gebäuden.

Dem Besuch in Eversen ging ein theoretischer Unterricht am Verdener Feuerwehrhaus voraus. Dieser wurde durch die Verdener Feuerwehrmänner Thomas Pauw und Sebastian Stelter, die die Aktion maßgeblich organisierten, ausgearbeitet. Bevor es in die aus mehreren Überseecontainern konstruierte Übungsanlage ging, erfolgte vor Ort eine Einweisung in die Abläufe des Abends.

Der erste Durchgang für die jungen Einsatzkräfte war eine sogenannte Wärmegewöhnungsübung. Bei dieser Übung wurde in der Anlage ein Feuer, bestehend aus Holzpaletten, entfacht. Hier hatten die jungen Feuerwehrleute die Möglichkeit, die Entstehung des Brandes und die vorherrschenden Temperaturen sowie die Verrauchung in dem Container genau zu studieren. Für einige Teilnehmer war es der erste „Einsatz“ in einem brennenden Gebäude.

Eine schweißtreibende Angelegenheit

In einem zweiten Durchgang konnten die Atemschutzgeräteträger truppweise, also zu zweit, das Vorgehen bei einem Zimmerbrand trainieren. Bei den ohnehin schon sommerlichen Temperaturen eine schweißtreibende Angelegenheit. Immerhin wurden in dem Container mehrere Hundert Grad Celsius erreicht und die Kräfte mussten rund 30 Kilogramm an Schutzkleidung und Gerät mit sich tragen.

Begleitet wurden die Brandschützer aus Verden bei den Durchgängen in der Anlage stets von den ausgebildeten Trainern der Firma FTRC – Feuerwehr-Trainings- und Rettungs-Center, die die Kameraden anleiteten und für ihre Sicherheit zuständig waren.

Trotz Anstrengungen zufrieden

Am Ende des Abends waren sowohl die Kursteilnehmer wie auch die beiden Initiatoren der Ausbildung trotz aller Anstrengungen durchweg zufrieden. Für die jungen Atemschutzgeräteträger war der Kurs ein wichtiger Baustein in ihrer laufenden Aus- und Fortbildung in der Feuerwehr. Nur so lassen sich Brandeinsätze in Gebäuden realistisch trainieren.

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