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BBS Verden: Neue Perle für Kfz-Ausbildung – mit Blick aufs E-Auto

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Von: Manfred Brodt

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Viele Leute vor Auto-Hebebühne.
Ausbildung am alten Benziner wie am neuen E-Auto. Das neue Kfz-Zentrum bietet alles, wie die Einweihungsgäste bestätigen konnten. © Brodt

Der Mechatroniker gehört zu den beliebtesten Ausbildungsberufen und ist mit dem E-Auto aktuell starken technischen Veränderungen unterworfen. Der neue Kfz-Bereich der BBS setzt Maßstäbe.

Verden – „Das ist unsere Perle, mein Prachtstück“, schwärmt Stefan Frese, der Leiter der Berufsbildenden Schulen Verden (BBS), und er meint damit den neu geschaffenen Kraftfahrzeugbereich in dem Schulzentrum. So neu ist er nun auch wieder nicht, denn nach den Herbstferien schon lernten die Jugendlichen hier, aber coronabedingt konnte er erst gestern eingeweiht werden.

Es handelt sich auch nicht um einen Neubau, sondern um die Zusammenlegung der Klassenräume und der Laborräume für die angehenden Mechatroniker. Die Zusammenlegung von Theorie und Praxis entspricht nicht nur dem erwünschten handlungsorientierten Vorgehen, sondern erspart Lehrern und Schülern auch weite Wege in dem weitläufigen Schulzentrum.

Werkstatträume in Verden umgebaut und mit moderner ausgestattet

Die vorhandenen Werkstatträume wurden nicht nur umgebaut, sondern auch mit moderner, digitaler Technik ausgestattet, sodass die Jungs und wenigen Mädchen auf dem neuesten technologischen Stand ihrer Sparte sind.

Auch Landrat Peter Bohlmann sieht die 330  000 Euro des Kreises hier gut angelegt. Der Landrat betonte im übrigen, es gehe nicht nur um die Abiturienten, sondern auch um die berufliche Bildung der jungen Menschen. Deshalb investiere der Kreis auch jährlich vier Millionen Euro für die Gebäude der BBS, ihre Ausstattung und Unterhaltung sowie das nicht pädagogische Personal.

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Der Beruf des Mechatronikers, der die früheren Berufe des Elektrikers und Kraftfahrzeugmechanikers in einem modernen Berufsbild zusammernfasst, gehört zu den zehn beliebtesten Ausbildungsberufen in Deutschland. In Dauelsen wird er noch differenziert nach Fahrzeugtypen, vom Pkw und Lkw bis zum Baufahrzeug oder landwirtschaftlichen Gefährt.

Zwei Lehrlingsklassen mit bis zu 50 Schülern werden im Kfz-Bereich der BBS jährlich aufgenommen. Diese Zahl verringert sich dann aus den verschiedensten Gründen in den nächsten dreieinhalb Jahren stark, dass imSchnitt immer 100 Jugendliche hier Theorie und Praxis des Bereichs erlernen.

Junge Leute vor Bildschirmen.
Von Schaltungen bis Sensoren, die Jugendlichen lernen an moderner digitaler Technik. © Brodt

Ines Kasdorf, Kraftfahrzeug-Bildungsgangsleiterin, führte gestern weitere Vertreter des Kreises, Kollegen der Schule und die Presse durch das neue Zentrum, an dessen Arbeitsplätzen Auszubildende sich mit Schaltungen, Sensoren, Batterien, Dioden, Transistoren und auch multifunktionalen Vermessungen beschäftigten. Sie sahen auch, dass am Motor und Getriebe einer alten Karosse ebenso montiert und demontiert wird wie an einem flotten, kleinen Elektroauto kompakte und komplizierte Elemente verstanden und gewartet werden.

Schulleiter Stefan Frese verspricht sich von seinem „Prachtstück“ nicht nur, dass Lehrlinge jetzt hochmodern ausgebildet werden. „Sie können auch die ein oder andere Innovation in ihre Werkstätten zurückbringen.“

Um die Gestaltung des neuen Bereichs hat sich Architekt Bernhard Schirle verdient gemacht, und er hat auch auf kräftige Wärmedämmung Wert gelegt. Und so bestätigte gestern ein Lehrer: „Es ist ganz schön warm hier, und das nicht nur heute.“

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