Zwei Freunde setzen Wertevorstellung um

Modelabel „Unpeopled“ geht in Luttum an den Start

Zwei Männer am Laptop.
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Gründeten ihr Modelabel: Jan Wiechert (links) und Thilo Papenheim.

Luttum – Der eine ist eigentlich immer kreativ, der andere hat gelernt, Dinge umzusetzen. Thilo Papenheim und Jan Wiechert sind seit Kindertagen in Luttum und Hohenaverbergen eng befreundet, reden gern über die Zukunft, über Projekte, die sie umsetzen möchten. Wenn es darum geht, wieder einmal etwas auszuprobieren, tauschen sich die beiden aus, verwerfen oder greifen Ideen wieder auf.

Die Corona-Tage mit Homeoffice haben schließlich dazu beigetragen, dass eine Idee immer konkreter wurde und inzwischen von beiden gemeinsam umgesetzt worden ist: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, haben sie sich gefragt und ein Modelabel gegründet. Der Name „Unpeopled“ soll für Mut, Freiheit und Rebellion stehen, indem die beiden Anfangsbuchstaben durchgestrichen sind.

Thilo Papenheim: „Unpeopled verfolgt einen demütigen Ansatz und soll ein bisschen als ein demütiger Leitfaden dienen, dass es oftmals das Einfache und Minimalistische ist, in dem großes Potenzial steckt, kreativ zu werden. Es soll eine Rebellion gegen das Fertige oder Perfekte sein.“

Das ist gelungen. Denn fertig sind die beiden noch lange nicht. Im Gegenteil – es ist ein Anfang. Unter dem Namen „Unpeopled“ verkaufen die beiden T-Shirts, Sweatshirts und Hoodys, die sich von anderen Anbietern deutlich unterscheiden. „Wir setzten auf langlebige ,slow-fashion’. Das bedeutet, weniger Konsum und mehr Fokus auf hochwertige Kleidungsstücke.“

Ein T-Shirt für zehn Euro wird es bei Unpeopled nicht geben. Aber eines, das nicht jeder trägt, aber viel länger als sonst. Denn das Material ist gut ausgesucht, hochwertige Baumwolle, die nicht schon nach der ersten Wäsche fadenscheinig ist. Noch bestimmen die beiden nicht den Schnitt ihrer Kleidungsstücke, aber das Design der ersten Kollektion ist einmalig: Erst mal ganz pur mit wenigen typischen Details. „Bei uns kommt kein kratziges Etikett in den Halsausschnitt.“ Und bis jetzt sind es auch nur kleine Schriftzüge in verschiedener Form, die die Kleidungsstücke unverwechselbar machen sollen. Farblich dezent in Naturweiß, verschiedenen Sandtönen oder Steingrau gehalten, könnten die Kleidungsstücke in Zukunft noch mehr Gestaltung vertragen, finden die beiden Freunde. Sie können sich vorstellen, bei der zweiten Kollektion mit Künstlern oder Graffiti-Sprayern zusammenzuarbeiten.

Jan Wiechert: „Wir wollen Fans entwickeln. Leute, die sich mit uns identifizieren und uns folgen. Zum Beispiel bei Instagram.“ Dort sollen sie nicht nur „rüberhuschen“, sondern hängen bleiben. Auf ihrer Seite finden Nutzer nicht nur Models mit der Kleidung von Unpeopled, sondern auch viele Motive, die das Lebensgefühl der beiden ausdrücken.

Die Wahl der Verpackung war schnell klar: Die Plastiktüte ist biologisch abbaubar und wird nicht mit Füllmaterial in große Kartons gestopft. Die Tüte mit dem großen durchgestrichenen U reicht. Verpacken und verschicken werden die Jungunternehmer alles selbst. Zunächst jedenfalls. „Es wird uns Spaß machen, dafür viel Sorgfalt aufzubringen und das Ganze vielleicht auch ein bisschen zu personalisieren.“

Hundert Teile und pro Größe zwei Exemplare gibt es seit Kurzem zu kaufen. Mehr Teile könnten es werden, wenn neben den Oberteilen der aktuellen Kollektion später weitere Kreationen oder gern auch Hosen hinzukommen.

Aber das allein steht bei Wiechert und Papenheim nicht im Mittelpunkt. „Uns ist Regionalität wichtig. Wir denken, ein Modelabel ist etwas, was Verden interessant macht und die Kultur bereichert.“ Einige der Fotos, auf denen Models T-Shirt oder Hoody tragen, sind deshalb auch in Verden, zum Beispiel in den Dünen des Stadtwalds, entstanden.

Die beiden Freunde sind hauptberuflich Senior Designer und Key Account Manager. Und das wollen sie auch bleiben. Ihr Modelabel wird ihre Freizeit in Anspruch nehmen, aber das ist ihnen gerade recht. „Wir arbeiten darauf hin, die Kleidung von vorn bis hinten herzustellen, um dann so viel wie möglich Einfluss zu nehmen.“

Dazugelernt haben sie eine Menge. Sie gründeten eine GbR, meldeten ihre Marke an, entwickelten das Logo, bauten ein Lieferantennetzwerk auf, stellten Modelkontakte her und machten sich auf die Suche nach Fotografen. Überall sind sie auf großes Interesse gestoßen und fanden Unterstützung. Auch von jenen, die vielleicht einmal Konkurrenz sein werden.

Wer Interesse an den Produkten von Unpeopled hat, kann den Shop unter www. unpeopled.de besuchen.

In den Verdener Dünen entstanden einige der

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