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Heinen setzt auf die Zukunft der Innenstädte

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Von: Erika Wennhold

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Schaufenster.
Statt Schuhmode wird in diesem Geschäft ab Montag wetterfeste Bekleidung angeboten. © Wennhold

Das hat nicht lange gedauert. Kurz nach der Schließung des Schuhgeschäfts Rose öffnet in der Verdener Innenstadt eine Filiale für Outdoormode.

Verden – Für viele Geschäfte in den Innenstädten geht es nicht weiter, andere expandieren. In Verden hat es nicht lange gedauert, da kehrte in das leer stehende ehemalige Schuhgeschäft Rose wieder Leben ein. Schuhwerk wird hier ab Montag jedoch nicht angeboten. Outdoormode von der Mütze bis zur Jacke schmückt das Schaufenster, durch die Tür entdeckt man vor allem Jacken, und das ist auch das Kerngeschäft von Michael Heinen, der klein angefangen hat, inzwischen aber mit über 50 Filialen vor allem an Nord- und Ostseeküste vertreten ist.

Die Filiale in Verden ist die erste etwas abseits und sie soll es nicht bleiben. Daniel Faimann, verantwortlich für die geplante Expansion, kündigt weitere Eröffnungen im Binnenland an. „Als uns aufgefallen ist, dass unsere Kunden im Urlaub bedauerten, dass es an ihrem Wohnort solch ein Angebot nicht gibt, da haben wir den Bedarf gesehen und gehandelt“, sagt Faimann.

Doch das sei nicht der einzige Grund gewesen, warum man sich innerhalb der Geschäftsleitung vorstellen konnte, mehr Filialen abseits der windigen Küstenregion zu eröffnen. Faimann: „Seit der Corona-Pandemie spielt sich das Leben doch immer mehr im Freien ab. Die Leute brauchen was Wetterfestes, wenn sie mit dem Fahrrad unterwegs sind, ausgiebige Spaziergänge machen oder auf andere Weise im Freien aktiv sind.

Neben Jacken bietet Michael Heinen auch Sweatshirts, Hoodies, Mützen und Schals an. Bequeme Sachen, die warm halten, unkompliziert sind und deshalb auch für das Homeoffice bestens geeignet sind. Kaimann: „Diese Nachfrage spüren wir und freuen uns darüber. Businesskleidung und teure Schuhe sind im Augenblick nicht gefragt.“

Die Kreisstadt Verden haben sich die beiden Geschäftsmänner ganz bewusst ausgesucht. Bei der Wahl weiterer Eröffnungen spielt die Größe der Stadt, die nicht kleiner sein sollte als Verden, eine Rolle. Doch das ist nicht das alleinige Kriterium bei Heinen und Faimann. „Verden ist eine attraktive Stadt und gerade im Aufwind. Es gibt weniger Leerstände als anderswo. Der Geschäftsmann glaubt außerdem an eine Art Renaissance der Innenstädte nach der Pandemie. „Die Leute haben es doch jetzt schon satt, ihre Bekleidung im Internet zu bestellen. Dieser ganze Aufwand, wenn etwas nicht passt und diese Kartonflut. Das ist nicht gerade umweltfreundlich.“

Michael Heinen – Outdoor Mode hat ursprünglich ausschließlich seine eigenen Marken wie Schietwetter oder Spirit of Nepal angeboten, inzwischen hat er Marken wie Wind Sportswear und First B übernommen. Die eigenen Marken werden inzwischen weltweit hergestellt. In China und Nepal beispielsweise, aber auch in Deutschland oder in Portugal. Teilweise sogar in Handarbeit, sodass jedes Stück ein kleines Unikat ist. In erster Linie sollen die Jacken aber funktionell sein.

In der Verdener Fußgängerzone, Hausnummer 89, werden zwei Mitarbeiterinnen die Kunden beraten, eine davon war zuvor im Schuhhaus Rose tätig. Öffnungszeiten sind montags, dienstags, donnerstags und freitags, 10 bis 18 Uhr, und samstags, 9.30 bis 13 Uhr.

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