Sanierung des Syndikatshofs konkretisiert

Verden: Auch Klostergarten kehrt zurück

Leute im Garten vor altem Gemäuer
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Mitten im ehemaligen Klostergarten: Bürgermeister Brockmann (r.) erläutert die Pläne für den Syndikatshof den Zuhörern Uwe Wilhelm, Carsten Hauschild, Dörte Liebetruth, Caudia Schlosser, Michael Harjes, Lars Klingbeil, Eva Hibbeler und Özge Kadah (v.l.).

Verden – Die millionenschwere Sanierung des Syndikatshofes am Norderstädtischen Markt wird sich keineswegs nur auf den Innenausbau beschränken. Auch der alte Klostergarten soll wiederbelebt werden. Darauf verwies Bürgermeister Lutz Brockmann am Sonnabend bei einer Stippvisite von Bundes- und Landespolitikern und jenen, die es werden wollen. Konkret solle sich der Klostergarten bis zur alten Stadtmauer erstrecken.

Sowohl Syndikatshof als auch das Projekt Allerpark sind zwei Vorzeigeprojekte der Stadt Verden, die erheblich mit Bundesmitteln gefördert werden. Auf Einladung des Direktkandidaten der SPD für den Deutschen Bundestag, Michael Harjes, kam SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil am Sonnabend nach Verden. Klingbeil und Harjes wollten sich über den Fortgang beider Projekte informieren.

Brockmann erläuterte zunächst vor Ort das Nutzungskonzept des Syndikatshofs, der in Kooperation mit Vereinen und Schulen ein Lernort für Demokratie werden soll. Brockmman bezeichnete den Ende des 16. Jahrhunderts erbauten Syndikatshof als „spannendes Denkmal“. Hier sollten demnächst alle aus der Geschichte etwas mitnehmen, um die Demokratie zu verstehen. Brockmann betonte, dieses Angebot richte sich keineswegs nur an Schüler, sondern genauso an Erwachsene. Neben dem Stadtarchiv soll auch das Dokumentationszentrum „Verden im 20. Jahrhundert“ in den Syndikatshof einziehen. Darüber hinaus stehen Räume für Vereine zur Erinnerungskultur und Flächen für einen gemeinschaftlichen Ausstellungsbereich zur Verfügung.

„Wir müssen sehen, wie wir den Bürgern Demokratie und den Wert der Demokratie vermitteln können. Viele wissen gar nicht, wie sie sich beteiligen können“, sagte auch Claudia Schlosser, Spitzenkandidatin der SPD für den Stadtrat.

„Der Syndikatshof belebt die gesamte Stadt“, ist der Bürgermeister sicher. Er könne sich zudem gut vorstellen, dass kleine kulturelle Veranstaltungen vor dem historischen Gebäude stattfinden.

Auch der Allerpark stieß bei Klingbeil und Harjes auf großes Interesse. Im nächsten Bauabschnitt soll die Fläche auf dem ehemaligen Gelände der Kaufhalle entsiegelt und abgesenkt werden. „Wir geben der Natur ihren Raum zurück, es ist wichtig, städtisches Leben und Naherholung zusammenzubringen“, betonte Brockmann. Die Straße am Allerufer werde für den Autoverkehr geschlossen. Stattdessen werde die Reeperbahn verlängert. Die Straßenführung verlaufe dann über das Kaufhallenareal und werde anschließend mit der Straße Am Nordertor verbunden.

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