Kreisbrandmeister Hans-Hermann Fehling blickt zurück

Vom Jüngsten zum Dienstältesten

Feuerwehrleute in einem Innenraum stehend, links am Stehpult Hans-Hermann Fehling.
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Hans-Hermann Fehling (l.) beim Feuerwehrempfang. Auch Repräsentatives gehört zu den Aufgaben des Kreisbrandmeisters. Wer sie ab März 2022 wahrnimmt, wird sich am Sonnabend entscheiden.

Verden/Beppen – Drei Jahrzehnte prägte der Beppener Hans-Hermann Fehling als Kreisbrandmeister (KBM) das Feuerlöschwesen im Landkreises und setzte Akzente, die auch außerhalb des Landkreises Beachtung fanden. Morgen wird auf der Dienstversammlung sein Nachfolger gewählt, denn Fehling tritt nicht erneut an.

Schon jetzt zeigt er sich dankbar für diese schöne Zeit als ehrenamtlicher KBM, die offiziell am 28.Februar 2022 endet. „Über viele Jahre war ich der jüngste Kreisbrandmeister in Niedersachsen, jetzt bin ich seit Jahren der dienstälteste KBM. Von daher wird es Zeit, dass sich die Kreisfeuerwehr eine neue Führung wählt“, kommentierte Fehling seinen nach reichlicher Überlegung gefassten Entschluss, nicht wieder für das Amt des Kreisbrandmeisters zu kandidieren. „Wir sind im Landkreis Verden in der glücklichen Situation, dass sich junge Führungskräfte dazu bereit erklären, in leitenden Funktionen innerhalb der Kreisfeuerwehr die Verantwortung zu übernehmen.“ Darüber sei er glücklich und sehe die Kreisfeuerwehr in guten Händen.

Rückblick auf 30 Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit als KBM

In seinem Rückblick auf die 30 Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit als KBM betonte er, dass die Arbeit nur mit einem guten Team so gut gelingen konnte: „Mit Kameradinnen und Kameraden, die gute Ideen und Visionen hatten und mich mit ganzer Kraft unterstützt haben sowie mit mit an einem Strang in die gleiche Richtung gezogen haben.“ Darüber sei er mehr als dankbar, denn auch dadurch stehe die Kreisfeuerwehr heute gut da und sei gegenüber den immer wachsenden Anforderungen gut aufgestellt.

1991 Nachfolger von Hermann Alhusen

Im November 1991 wurde Fehling zum Nachfolger des legendären Hermann Alhusen aus Barme gewählt. Eine Mammutaufgabe war die Neuausrichtung der Kreisfeuerwehrbereitschaft, der sich der Beppener mit großem Engagement und viel Sachverstand widmete. Dabei wurden in seiner Amtszeit große und kleinere Projekte der Kreisfeuerwehr erledigt, für deren Realisation schon mal die Kreisverwaltung und der Kreistag überzeugt werden mussten – oft genug mit Erfolg.

Erhalt der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle

Der Erhalt der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle war eines der größten und wichtigsten Projekte in seiner Amtszeit. Durch Umbau und Anpassung der Hardware gelang die Anbindung an das Digitalfunknetz, der Landkreis Verden war hier der Vorreiter in Niedersachsen. Weitere Maßnahmen für ein zukunftsfähiges System der Alarmierung und Kommunikation waren die Vernetzung mit der Leitstelle des Landkreises Diepholz sowie der Aufbau eines eigenen Netzes der Alarmierung mit Rückmeldesystem.

Ausbildung den aktuellen Erfordernissen angepasst

Im Bereich der Ausbildung achtete Fehling darauf, dass diese ständig den aktuellen Erfordernissen angepasst wurde. Das von der Kreisfeuerwehr ausgearbeitete Konzept der „Heißausbildung“ in der Drägeranlage, das für alle Atemschutzgeräteträger gilt, ist laut Fehling sogar deutschlandweit einmalig. Außerdem wird seit Jahren ein Fahrsicherheitstraining angeboten, ebenso kreisweit die Führerscheinausbildung. An die Sicherheit für die Aktiven wird mit der Absturzsicherung und der Motorsägenausbildung gedacht.

Wasserrettungs- und Gefahrgutkonzept als kommende Aufgaben

Einen „langen Atem“ brauchte Hans-Hermann Fehling, um weitere Investitionen in die Zukunft durchzusetzen. Dazu zählt der Neubau des Rettungszentrums in Achim 2018 und die Inbetriebnahme der Atemschutzübungsstrecke in diesem Jahr. Der Um- und Erweiterungsbau der Feuerwehrtechnischen Zentrale wurde 2021 beschlossen. Kommende Aufgaben seien die Einführung eines Wasserrettungs- und eines Gefahrgutskonzepts. Stolz ist Fehling auf den steten Zuwachs an aktiven Mitgliedern. Der Anteil von Frauen ist überdurchschnittlich, und mehr als 700 Kinder und Jugendliche werden betreut.

Ein wichtiger Faktor ist schließlich die Einrichtung der Sondereinsatzgruppe Presse, die landesweit eine Vorreiterrolle hatte. Diese Gruppe ist auch für die Beiträge in den Sozialen Netzwerken zuständig.

Darüber hinaus übernahm Fehling überregionale Aufgaben, 18 Jahre amtierte er im Vorstand des Landesfeuerwehrverbandes und wirkte in diversen Ausschüssen und Gremien mit. Zehn Jahre war er außerdem Referent für den Feuerwehr-Flugdienst Niedersachsen und seit 1999 Mitglied der Vertreterversammlung der Feuerwehr-Unfallkasse.

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