Wehrmachtschrott auf dem Boden beseitigt

Funkturm am Kreishaus wird durch Neubau ersetzt

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Mit einem Kran wurden die Elemente des Neubaus aufgerichtet und für den Zusammenbau in Position gebracht.

Verden - Seit Jahrzehnten stand er da, der Funkmast am Kreishaus. Ältere Verdener erinnern sich noch, dass er schon zum gewohnten Bild gehörte, als das Gebäudeensemble noch britische Kaserne war. Jetzt wird er verschwinden und von einem neuen ersetzt. Bei den Arbeiten kam noch mehr von der militärische Vergangenheit des Standorts zum Vorschein und der Kampfmittelräumdienst musste eingreifen.

Der Funkturm an der Westeinfahrt zur Kreisbehörde war nach und nach mit moderner Technik bestückt worden. Unter anderem spielt er eine wichtige Rolle im internen Netzwerk der Verwaltung und für die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle. „Wir hatten immer mehr Interessenten, die auch ihre Funktechnik auf dem Mast unterbringen wollten“, erklärte Gerd Blome auf Nachfrage. Der Leiter der Gebäudewirtschaft des Landkreises hatte einiges zu bedenken, bis es soweit war, dass das Ersatzbauwerk errichtet werden konnte. Heute und morgen soll es installiert werden.

Als sich die Anfragen von Mobilfunkunternehmen und anderen Nutzern zu sehr häuften, sei deutlich geworden, dass niemand wusste, welche Last das betagte Bauwerk überhaupt tragen könnte. „Unterlagen über statische Berechnungen ließen sich nicht mehr finden“, berichtete Blome. Materialangaben waren auch nicht verfügbar, sodass eine neue Statik kostspielig geworden wäre. Also habe man sich für den Ersatz entschieden, erklärte Blome. Dass das neue Bauwerk aber dann 300 000 Euro teuer werden würde, war bei der Planung nicht abzusehen. Erst, als die Fundamentarbeiten in Angriff genommen wurden, hätten Bauarbeiter festgestellt, dass da wohl noch der Kampfmittelräumdienst tätig werden müsste.

„Da war jede Menge Wehrmachtschrott, Munition und ähnliches im Boden“, berichtete Blome. Das mussten die Spezialisten erst mal fachgerecht entfernen. Wenn der neue Turm steht, muss noch der Vorgänger zurückgebaut werden.

Bis zur Fertigstellung wird es noch bei der Sperrung am Westeingang des Kreishauses bleiben. Besucher der Verwaltung oder anderer Einrichtungen auf dem Gelände bittet der Gebäudemanager, die Zufahrt auf der Ostseite des Kreissitzes bei der Kfz-Zulasssungsstelle zu nutzen.

kle

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