Aktion der Mediengruppe Kreiszeitung

Jungstorch „Fiete“ darf sich über Paten freuen

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Storchenmutter Petra Müller, Enkel Niklas, Annelie Beutner vom Förderverein und die Paten Hannelore und Simone Caspary mit dem Jungstoch „Fiete“.

Verden - Es geht ihm gut und einen Namen hat er endlich auch: „Fiete“ heißt der Storch, der in Wahnebergen aus dem Horst fiel. Ein Absturz ohne böse Folgen. Im Gegenteil: „Fiete“ hat sogar neue Eltern. Hannelore und Simone Caspary kümmern sich um den Pflegling.

Bereits im dritten Jahr können Storchenfreunde Patenschaften für Jungvögel übernehmen, die Storchenmutter Petra Müller in Dauelsen von Hand aufzieht. Gemeinsam mit dem Förderverein zum Schutze des Weißstorches im Landkreis Verden führt die Mediengruppe Kreiszeitung mit Verdener Aller-Zeitung und Achimer Kreisblatt die Aktion durch. Der Verein vergibt die Patenschaft, die unsere Zeitung zuvor an die Bewerber verlost hat. Wer ausgewählt wird, gibt seinem gefiederten Patenküken den Namen, zahlt einen Beitrag von 50 Euro für Futter und Medikamente und erhält eine Urkunde.

Doch damit endet die Verbundenheit mit dem Storch nicht. Die Paten dürfen „ihren“ Storch in der Storchenstation besuchen und werden später auch über den Verbleib ihres Patenvogels informiert. In diesem Jahr werden, so der aktuelle Stand, neun Patenschaften vergeben, den Anfang haben Simone Caspary und ihre Mutter Hannelore gemacht; die frischgebackenen Paten von „Fiete“.

„Er ist der kommende Storchenvater“, sagt Petra Müller über ihren neunjährigen Enkel Niklas, der sie täglich beim Versorgen der Jungstörche unterstützt.

„Eigentlich heißt er ja Fiete-Emil von Verden“, erzählt Simone Caspary, die auch verantwortlich für diesen originellen Namen ist. Die Wahl hat einen ganz konkreten Hintergrund, den sie allerdings nicht verraten wollte. Doch zurück zu „Fiete“, dem kleinen Unglücksraben, besser Unglücksstorch, über den unsere Zeitung schon einmal ausführlich berichtet hat, als der kleine Adebar Mitte Mai aus dem heimatlichen Horst in Wahnebergen herausgepurzelt war. Aber „Fiete“ hatte schon damals Glück und landete relativ unverletzt in einer Dachrinne. An eine Rückkehr zu seinen Eltern und den beiden im Horst verbliebenen Geschwistern sei dennoch nicht zu denken gewesen, berichtet Müller. „Die Alttiere hätten ihn nicht mehr angenommen.“

Müller erzählt weiter, dass „Fiete“ ein ganzer Kerl sei, dass er sich gut entwickelt und etwa in zwei Wochen aus der Kinderstube aus- und in die Storchenpflegestation einziehen kann. „Und etwa ab Mitte August wird er sich dann anderen Jungstörchen anschließen und mit ihnen den Zug nach Süden antreten.“ Kummer bereitet „Klein-Fiete“ der Storchenmutter folglich nicht.

Hitze macht Störchen zu schaffen

Ganz anders die für die Jahreszeit ungewöhnliche Hitze, die den Störchen und ihrem Nachwuchs arg zu schaffen mache. „Darüber, was kommt, wenn diese Hitzeperiode noch länger anhält, mag ich gar nicht nachdenken. Es werden ja nicht einmal mehr die Alten satt“, so Müller sorgenvoll.

An die Besitzer von Horsten richtet sie den Appell, bei der Zufütterung von Störchen auf artgerechtes Futter zu achten und es sich von der Storchenstation abzuholen. In freier Wildbahn werde ein kleiner Storch zunächst meist mit Regenwürmern gefüttert, für die Stärkeren würden Mäuse, Insekten oder Frösche gebracht. Bei Müller gibt es Eintagsküken. Für den größeren Jungstorch im Ganzen, für den kleineren in schnabelgerechten Stücken. 

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