„Verden hilft“ stellt mit großer Unterstützung Willkommensfest auf die Beine

Beweis für die Weltoffenheit

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Fußball als gemeinsame Sprache: das Präventionsteam der Polizei beim Kickern mit Flüchtlingen.

Verden - „Es ist kaum zu glauben, was hier binnen weniger Wochen auf die Beine gestellt wurde.“ Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann, Schirmherr des Kultur- und Begegnungsfestes „Herzlich welcome – Vielfalt erleben“ auf dem Rathausplatz am Sonnabend, zeigte sich begeistert. Und er war nicht der einzige, der das Engagement von „Verden hilft“ sowie von Institutionen, Gruppen und Privatpersonen lobte.

Dem Ruf als weltoffene Stadt hat Verden mit diesem Fest einmal alle Ehre gemacht. Geschätzt weit über 1000 Besucher – und damit deutlich mehr als erwartet – besuchten am Tag der Deutschen Einheit das Fest am Rathaus. Dort wurde nonstop ein vielfältiges Programm geboten.

Beispielsweise gab es internationale Spezialitäten, die Henrike Seliger und Andreas Kopp auch gemeinsam mit Flüchtlingen zubereitet hatten. Einige Flüchtlinge musizierten, sangen oder tanzten und forderten die Besucher zum Mitmachen auf. International war auch das Bühnenprogramm mit Auftritten von Jugendblasorchester der Musikschule Verden, der Lebenshilfeband „Hau drauf“,der Trommelgruppe „Hope“ oder Tanzvorführungen, die Einblicke in unterschiedliche Traditionen und Kulturen gaben.

Der Besucheransturm überraschte selbst die Initiatoren: „Halleluja. Die Stimmung ist einfach super. Wir alle sind überwältigt. Das so viele Menschen kommen werden, damit haben wir nicht gerechnet. Das ist wirklich fantastisch“, zog Toni Hackenberger als Initiator bereits am Mittag ein rundum positives Fazit.

Willkommensfest in Verden

„Das Fest wurde in nur fünfwöchiger Vorlaufzeit von 50 bis 60 Menschen im Team auf die Beine gestellt“, erzählte Hackenberger. „Wir sind offene Türen eingerannt, sowohl bei den vielen Sponsoren als auch bei der Suche nach ehrenamtlichen Helfern.“ Für ihn eine tolle Erfahrung, die ihn hoffen lässt, dass am Sonnabend Kontakte entstanden sind, die über den Festbesuch hinausgehen.

Schirmherr Brockmann zeigte sich ebenso begeistert von der Willkommenskultur in der Stadt und er rechnet auch in Zukunft, wenn weitere Flüchtlinge kommen werden, mit einem positiven Bürgerengagement.

Maßgebliche Unterstützung dürfte dabei der Verein „Verden hilft“ leisten, der sich erst am Freitagabend aus der Facebook-Gruppe heraus gegründet hat. Denn Aktionen wie das Willkommensfest sollen keine Eintagsfliege bleiben. „Wir wollen den Menschen, die teils eine gefährliche und lange Flucht hinter sich haben, zeigen, dass sie hier willkommen sind, und sie unterstützen“, so Hackenberger, erster Vorsitzender des neuen Vereins.

Mit den Festeinnahmen sollen weitere Projekte finanziert werden. Beispielsweise sind zeitnah ein Ausflug mit Flüchtlingsfamilien und Kooperationen mit Sportvereinen angedacht. Auch Hilfestellung bei Behördengängen, Sprachunterricht und das Thema Kinderbetreuung stehen auf der Agenda.

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