„Verden hilft“ plant Aufklärungsveranstaltung / Treffen im JUZ

Gesicht für Vielfalt zeigen

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Rudi Klemm (l.) und Sascha Kühne sammeln erste Ideen für die Veranstaltung am 18. März.

Verden - Ein Zeichen gegen den Fremdenhass möchte der Verein „Verden hilft“ im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ setzen. Daher soll am 18. März eine Aufklärungsveranstaltung auf dem Rathausplatz stattfinden, die die aktuelle Flüchtlingssituation thematisiert und Vorurteilen begegnet. Am Dienstagabend hatte der Verein „Verden hilft“ in Kooperation mit Wabe alle Interessierten zu einem ersten Planungstreffen in das Jugendzentrum eingeladen.

„In den sozialen Netzwerken wird zurzeit viel Halbwissen verbreitet. Es gibt Aufrufe gegen Asylbewerber und Menschen mit Migrationshintergrund. Dem wollen wir entgegenwirken“, nannte Sascha Kühne vom Verein „Verden hilft“ die Beweggründe für die geplante Veranstaltung.

„Die AfD werden wir auch hier erleben. Wir müssen uns damit auseinander setzen, wie wir der Partei inhaltlich begegnen, wenn sie im Rat sitzt“, so Rudi Klemm von Wabe mit Blick auf die Kommunalwahl im September.

Die Veranstalter planen für den 18. März eine lebendige Veranstaltung mit Musik, die Menschen an diesem Freitagnachmittag in die Innenstadt locken soll. „Wir möchten auch die Leute ansprechen, die Flüchtlingen gegenüber skeptisch sind. Wir wollen aufklären und verhindern, dass diese Menschen in die falsche Richtung abwandern“, so Kühne.

Bei diesem ersten Planungstreffen wurden schon viele Ideen für den Ablauf der Veranstaltung entwickelt. Ein Vorschlag war, dass die Bürger ihre Ängste bezüglich der Flüchtlinge anonym auf eine Karte schreiben können. Auf die abgegebenen Karten könne dann im Laufe der Veranstaltung eingegangen werden.

Rudi Klemm machte den Vorschlag, dass die Bürger sich fotografieren lassen und so „Gesicht für Vielfalt, Menschenrechte und Demokratie“ zeigen. „Das ist dann ein Gegensatz zu der anonymen Hetze auf Facebook und den anderen sozialen Netzwerken“, sagte Klemm.

Auch die Flüchtlinge selbst könnten am 18. März „Gesicht zeigen“, etwa nach dem Vorbild des Projektes „Gib der Flucht ein Gesicht“. Denkbar wäre eine Bildergalerie mit einer Kurzvorstellung der Flüchtlinge. Ein weiterer Vorschlag war, dass die Johanniter gemeinsam mit den Flüchtlingen über die aktuelle Situation in den Sammelunterkünften berichten.

Auch nach einem Namen für die Veranstaltung wurde bereits gesucht. Erste Vorschläge lauten „Verden bleibt bunt“, „Projekt Integration“ oder „Projekt Begegnung“.

In Arbeitsgruppen soll die Planung der Veranstaltung nun weiter konkretisiert werden. Wer mitarbeiten möchte, ist herzlich willkommen. Kontakt unter info@verden-hilft.de.

ahk

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