Bereich weiträumig abgesperrt

Vollalarm an der Großen Straße in Verden: Haus droht zu explodieren

+
Weiträumig war die Große Straße nach der Alarmierung abgesperrt worden.

Verden - Von Volkmar Koy. Das hätte auch fürchterlich ins Auge gehen können. Erst war den Rettungsdiensten in Verden Gasgeruch im Hause Große Straße 8 gemeldet worden, dann gar eine Verpuffung im Heizungskeller. Was folgte, war Montagnachmittag ein Vollalarm. Im Endergebnis blieb es bei einem Großeinsatz der Wehren.

Ein Feuerwehrfahrzeug nach dem anderen kam in dem fraglichen Bereich an, der umgehend weiträumig abgesperrt wurde. Johanniswall, Stifthofstraße, Norderstädtischer Markt – Polizeibeamte sperrten alle Straßen ab. Anwohner kamen nicht mehr in ihre Wohnungen in den umliegenden Häusern. Zu groß war die Gefahr, dass Personen zu Schaden kommen könnten.

Die Verdener Ortsfeuerwehr hatte alle verfügbaren Fahrzeuge eingesetzt, als Feuerwehrleute unter Atemschutz und mit entsprechenden Messgeräten das fragliche Gebäude untersuchten. Die Wehrverantwortlichen sprachen von einer Großschadenslage. Zudem musste geprüft werden, ob sich in dem Gebäude noch Menschen aufhielten.

Feuerwehrleute vor dem fraglichen Gebäude Große Straße 8.

Offenbar hatte sich an der Gasheizung in dem Altbau an der Großen Straße tatsächlich eine gefährliche Situation ergeben. Die Gaszufuhr wurde abgestellt, die Heizungsanlage außer Betrieb genommen. Dazu waren auch Fachleute der Stadtwerke vor Ort. Zur Unterstützung war in der Zwischenzeit auch die Ortswehr Walle alarmiert worden. Der Gefahrgutzug des Landkreises mit Sitz in Achim, der vor allen Dingen um entsprechende Messgeräte verfügt, war ebenfalls in Marsch gesetzt worden.

Menschen und Bauten nach kurzer Zeit außer Gefahr

Schließlich waren rund 50 Feuerwehrleute im Einsatz, mehr als zehn Fahrzeuge standen rund um die Große Straße zur Verfügung. Im Laufe des Einsatzes stellte sich allerdings heraus, dass von dem Heizungskeller keine Gefahr mehr ausgehen würde.

Stadtbrandmeister Peter Schmidt und die Einsatzleitung konnten schließlich vermelden, dass für Menschen und Bauten keine Gefahr mehr ausgehen würde. Was indes zuvor einige Radfahrer nicht davon abhielt, über die weiträumigen Absperrmaßnahmen zu schimpfen. Nachbarn, die auch gebeten wurden, ihre Wohnungen für eine Übergangszeit nicht zu betreten, zeigten dagegen wesentlich mehr Verständnis für die Vorsorgemaßnahmen von Feuerwehr und Polizei.

Die Gefahr einer Gasexplosion, die für eine Zeit bestanden hatte, ist für erfahrende Verdener Feuerwehrleute zwar nichts Neues, doch eine Situation wie Montagnachmittag hatten sie auch noch nicht allzu oft erlebt. Meist hatten sonst Bagger eine Gasleitung bei Freiluftarbeiten beschädigt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Ursachensuche nach verheerendem Brücken-Einsturz in Genua

Ursachensuche nach verheerendem Brücken-Einsturz in Genua

Ford Focus im Test: Aller guten Dinge sind vier

Ford Focus im Test: Aller guten Dinge sind vier

Essen für Kinder selbst gemacht

Essen für Kinder selbst gemacht

Dramatische Bilder: Autobahnbrücke in Genua eingestürzt

Dramatische Bilder: Autobahnbrücke in Genua eingestürzt

Meistgelesene Artikel

Stedorfer Theaterbühne meistert „Cold-Water-Beer-Callenge“

Stedorfer Theaterbühne meistert „Cold-Water-Beer-Callenge“

Streit unter Kollegen eskaliert: Holzpflock und Messer im Einsatz

Streit unter Kollegen eskaliert: Holzpflock und Messer im Einsatz

„Radfahrer frei“ – Ansporn für rücksichtslose Autofahrer?

„Radfahrer frei“ – Ansporn für rücksichtslose Autofahrer?

„Beim ersten Mal war ich zwölf“

„Beim ersten Mal war ich zwölf“

Kommentare