Schülerin des Gymnasiums am Wall

Hannah Bredereke siegt beim Vorlesewettbewerb

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Die acht Teilnehmer des Vorlesewettbewerbs auf Kreisebene. Siegerin Hannah Bredereke ist hinten links im Bild zu sehen. 

Verden - Seit 1959 gibt es den bundesweiten Vorlesewettbewerb. Unter allen Sechstklässlern sucht die Börsenverein-des-Deutschen-Buchhandels-Stiftung jedes Jahr die besten Vorleser. Erst auf der Ebene der Schulklassen, dann der Schulen und im nächsten Schritt auf Kreisebene. Neun Schulen aus dem Landkreis Verden haben diesmal teilgenommen. Deren Sieger stellten sich am Sonnabend in der Buchhandlung Heine einer fünfköpfigen Jury. Als beste Vorleserin wurde Hannah Bredereke aus Verden ermittelt.

Pünktlich zum Ladenschluss, um 16 Uhr, trudelten acht Schulsieger im Geschäft ein. Einer war krank und lag, hoffentlich mit einem guten Buch, zu Hause im Bett. Alle anderen hatten ein Buch dabei, denn den ersten vorzulesenden Text konnten sie selbst auswählen. Drei Minuten dauerte dieser erste Teil jeweils. Die Jury bewertete Lesetechnik, Interpretation und Textauswahl. Der zweite vorzulesende Text wurde vorgegeben.

Linnéa Oelfke und Karin El-Haj haben als Mitarbeiterinnen der Buchhandlung Heine schon etliche dieser Wettbewerbe organisiert und begleitet. „Geschätzt 30 Jahre“, sagte El-Haj, die Zeit der Buchhandlung Siems eingeschlossen. „Wir finden es toll, wenn sich Kinder mit Lesen beschäftigen“, begründete El-Haj das ungebrochene Engagement. „Lesen ist ganz wichtig und es gibt hervorragende Bücher“, betonte sie.

Die Jury bewertete Technik, Interpretation und Textauswahl.

Ihre Kollegin saß zusammen mit Katrin Koball von der Verdener Stadtbibliothek in der Jury und mit ihnen die Schwestern Lale und Lina Aschmutat aus Blender. „Vor den Schwestern ist kein Buch sicher“, sagte El-Haj. Als fünftes Jurmitglied unterstützte Helga Schwoch den Vorlesewettbewerb. „Ich finde es super, wenn Kinder lesen“, so die pensionierte Lehrerin. Mit Kinder- und Jugendbüchern hatte sie somit auch beruflich immer zu tun. „Die Geschichten sind heute moderner, früher waren sie braver“, so Schwoch.

In welcher Reihenfolge vorgelesen wurde, hatte das Los bestimmt. Den Anfang machte die spätere Erstplatzierte. Sie lese sonst nicht vor, sondern nur im Stillen für sich, hatte sie vorher noch verraten. „Drachenreiter“ von Cornelia Funke hatte sie sich ausgesucht. Die Geschichte einer abenteuerlichen Reise. Und auch die Vorlesereise für die Schülerin des Gymnasiums am Wall geht weiter. Die Jury bestimmte Hannah zur besten Vorleserin und nominierte sie so für den Bezirksentscheid im April.

Die sieben anderen Vorleser hat sie alle auf einen gemeinsamen zweiten Platz verwiesen. Diesen teilen sich Kadir Asmanoglu aus Verden, Aldina Dzudzevic aus Thedinghausen, Melody Fischer aus Langwedel, Luis Grube aus Blender, Ella Klages aus Ottersberg, Nele Naudszus aus Kirchlinteln und Chiara Rode aus Ottersberg. - wb

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