Ursache Unklar

Großeinsatz in Verden: Gebäude eingestürzt

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Großeinsatz in Verden.

Verden - Innerhalb weniger Tage kam es am Wochenende in der Stadt Verden zu einem erneuten Großeinsatz. Während in der Nacht zu Freitag zahlreichen Rettungskräfte bereits bei einem Gefahrgutunfall auf der Autobahn 27 bis in den Freitagnachmittag im Einsatz waren, kam es am Samstagabend gegen 19 Uhr aus noch ungeklärter Ursache zum Einsturz einer Scheune im Stadtteil Dauelsen.

Aufgeschreckt von einem lauten Knall alarmierten Anwohner und Nachbarn umgehend die Rettungskräfte, als sie die Ursache für diesen ausmachen konnte, berichtet Dennis Köhler, Pressesprecher der Feuerwehren Stadt Verden.

Ein vor dem Gebäude parkendes Auto und ein Boot wurden durch die herunterbrechenden Steine massiv beschädigt.

Da nicht ausgeschlossen werden konnte, das sich noch Personen unter den Trümmern befanden, wurde ein Großaufgebot von Feuerwehr, THW und Rettungsdienst zu der Schadensstelle alarmiert. Darunter waren auch auf Trümmerortung und -rettung spezialisiert THW und DRK-Einheiten, die unter anderem mit speziell ausgebildeten Trümmersuchhunden die Arbeit der Einsatzkräfte unterstützten.

Die drei Rettungshunde hatten bei einer Absuche angeschlagen, woraufhin zunächst vorsichtig der entsprechende Bereich abgetragen worden ist. Außerdem wurden die Gebäudetrümmer mit einer Wärmebildkamera sowie durch Einsatzkräfte abgesucht. Aufgrund der starken Einsturzgefahr der stehengebliebenen Gebäudeteile musste dieses unter größter Vorsicht geschehen.

Parallel dazu wurde begonnen erste Trümmer sowie die im Außenbereich abgestellte Fahrzeuge per Hand zu beseitigen um einen besseren Zugang zu der Schadensstelle zu erhalten. Dann erfolgte eine erneute Kontrolle durch die Hunde, die wieder Personen meldeten. Das Ganze hat sich mehrfach wiederholt. 

Großeinsatz in Verden.

Bis tief in die Nacht waren die rund 150 Einsatzkräfte im Einsatz. Mit einem Bagger wurde schließlich die Arbeit der Einsatzkräfte unterstützt, der vorsichtig Teile der zusammengestürzten Trümmer aber auch einsturzgefährdete Gebäudeteile entfernte.

Sämtliche Arbeiten im und am Gebäude erfolgten dabei unter Aufsicht eines THW-Baufachberaters sowie des ESS-Trupps, einer auf Einsatzstellensicherung spezialisierten THW-Einheit.

Gebäude in Verden eingestürzt

Gegen 2 Uhr am Morgen konnte die Schadensstelle so weit geräumt werden, dass eine komplette Durchsuchung der Trümmer möglich war. Der Verdacht, dass unter dem eingestürzten Gebäude Personen verschüttet wurden, erhärtete sich nicht, erklärte die Feuerwehr am Sonntag. Schließlich konnten auch die letzten Einsatzkräfte nach rund acht Stunden die Schadensstelle verlassen.

Im Einsatz waren Kräfte der Ortsfeuerwehren Dauelsen, Eitze, Scharnhorst, Verden und Walle, der THW Ortsverbände Achim, Sulingen und Verden sowie des Deutschen Roten Kreuzes und der Johanniter Unfall Hilfe.

Die Polizeiinspektion Verden/Osterholz war ebenfalls mit mehreren Beamten vor Ort und nahm noch vor Ort Ermittlungen zur Einsturzursache auf. Der entstandene Sachschaden lässt sich noch nicht einschätzen, dürfte allerdings beträchtlich ausfallen.

wb/jom

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