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Großeinsatz vor dem Verdener Gericht: Verdächtige Päckchen in der Post

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Von: Wiebke Bruns

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In Schutzanzügen machten sich die Feuerwehrmänner auf den Weg in das Gerichtsgebäude.
Gut verpackt in Schutzanzügen machten sich die Feuerwehrmänner auf den Weg in das Gerichtsgebäude. © Wiebke Bruns

Zwei Päckchen, eingegangen am Donnerstagmorgen bei der Verdener Justiz, sorgten für einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei. Schutzanzüge, Sauerstoffflaschen und Masken, das ganze Programm....

Verden - Die unscheinbaren Sendungen waren „bei einer routinemäßigen Überprüfung aufgefallen, weil sich in ihnen möglicherweise eine verdächtige Substanz befand. Daher wurden die Päckchen nicht geöffnet, sondern die Polizei gerufen“, teilte Polizeisprecherin Imke Burhop nachmittags mit.Gegen 9 Uhr wurde der gemeinsame Besuchereingang von Amtsgericht, Landgericht und Staatsanwaltschaft gesperrt. Besucher fanden trotzdem Einlass, mussten nur ein paar Schritte weiter zum Landgericht gehen. Drinnen ging der Betrieb wie gewohnt weiter. In den Büros wurde trotz des Trubels vor der Tür gearbeitet und in den Sälen verhandelt. Verfahren wegen Beleidigung, Vergewaltigung und Zivilverfahren. Nur die Mitarbeiter, die mit den Päckchen in Kontakt gekommen waren, wurden „separiert“, wie die Polizei später mitteilte.

Verdener Gericht: Unscheinbare Sendung bei Kontrolle aufgefallen

Spezialkräfte der Polizei rückten an, aus Braunschweig, wie es vor Ort hieß, um kurz darauf in Schutzanzügen eine Probe aus den Päckchen aus dem Gebäude zu holen. Für diese Beamten war der Einsatz offensichtlich keine Last, sie zeigten sich gut gelaunt. Genauso wie die Feuerwehrkräfte und die Helfer des Rettungsdienstes. Die Atmosphäre vor Ort war entspannt. Nur ein paar Ignoranten mussten gestoppt werden, die unter den rot-weißen Absperrbändern hindurch wollten.

Die Fundsache kam in ein extra aufgeblasenes Becken.
Was gefunden wurde, kam in ein extra aufgeblasenes Becken. © Wiebke Bruns

Rollendes Labor des Landeskriminalamtes Niedersachsen

Ein rollendes Labor des Landeskriminalamtes Niedersachsen parkte vor dem Justizzentrum. Was auch immer sich in dem kleinen Röhrchen befand, das von den Männern in grauen Schutzanzügen aus dem Gebäude geholt und an die Feuerwehrkräfte in orangefarbenen Anzügen übergeben wurde, es wurde in dem Labor untersucht.

„Die Polizei konnte anschließend Entwarnung geben, da es sich scheinbar um Schriftstücke in den Päckchen handelte“, teilte die Pressesprecherin der Polizeiinspektion Verden/Osterholz später mit. „Die Schriftstücke werden noch auf ihren Inhalt überprüft. Menschen kamen nicht zu Schaden.“ Und auch die separierten Mitarbeiter kamen wieder auf freien Fuß.

Verdener Gericht: Polizei konnte Entwarnung geben

Sollte sich jemand mit den Päckchen einen schlechten Scherz erlaubt haben, dann hat er damit am ehesten den Arbeitskollegen und Chefs der Feuerwehrkräfte geschadet. Denn es handelt sich bei der Verdener Feuerwehr, genauso wie bei allen Ortswehren im Landkreis Verden, um Ehrenamtliche, die bei Alarmierungen sofort ihren Arbeitsplatz verlassen, um schnellstmöglich am Einsatzort zu sein.  wb

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