Der weiße Riese vom Nordpol hinterlässt bleibende Spuren

Geschichten der Domweih: Ein Eisbär und viele Erinnerungen

 Eisbär mit Kindern
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Ob der Eisbär sich täuschen ließ? Brunhilde und Marianne Suhr mit „ihrem“ Eisbären im Jahr 1960.

Verden – Katerstimmung, die dürfte so manchem Domweih-Besucher in guter – oder vielleicht doch eher schlechter – Erinnerung geblieben sein. Aber es gibt andere Tiere, die offenbar einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Der Eisbär, lebensgroß und ebenso wirkungsvoll, hat in den 1950er- und 1960er-Jahren seine Spuren hinterlassen, die bis heute in manchen Familien nachwirken.

Der mächtige Kopf eines weißen Raubtieres mit beachtlichem Gebiss

Ziemlich cool blieb Gudrun Struwe, geborene Hildebrandt, als der mächtige Kopf eines weißen Raubtieres mit beachtlichem Gebiss auftauchte und ihr direkt ins Gesicht blickte. Neun Monate war Gudrun damals alt, zog das Näschen kraus und zeigte dem Tier, das war 1952, lässig die kalte Schulter. „Geweint habe ich nicht, ich fühlte mich in meinem Kinderwagen wohl sehr sicher“, schreibt die 69-Jährige.

Freundschaft mit dem kuscheligen Bären

Die Zwillinge Brunhilde und Marianne Suhr schienen, bei allem Respekt, aber durchaus Freundschaft mit dem kuscheligen Bären schließen zu wollen. Zwar ein wenig angespannt, ließen sie sich dann doch im Jahr 1960 die mächtigen Tatzen um die Schultern legen. Marianne Stubbemann, geborene Suhr, aus Blender, schickte das Motiv ein.

Angst vor Eisbären? Cool bleiben, so die neun Monate alte Gudrun Hildebrandt im Jahr 1952.

Verden ohne Domweih, das geht eigentlich gar nicht

In den Pranken des Eisbären: Mit Liesbeth Freese bummelte Carola Müller (r.) 1958 über die Domweih.

„Verden ohne Domweih, das geht eigentlich gar nicht“, sagt Carola Müller. Die Eitzerin ist leidenschaftliche Anhängerin des Festes. „Meine Mutter wurde in Szameitschen im Kreis Gumbinn geboren, musste nach dem Krieg fliehen und kam als Aussiedlerin nach Verden“, erzählt Carola Müller. Die Domweih schloss die junge Frau damals sofort in ihr Herz – und mit ihr die gesamte Familie. „Mit einer Freundin war meine Mutter 1958 auf der Domweih unterwegs und traf auf den Eisbären. Daher stammt das Foto.“ Die Domweih blieb in den nachfolgenden Jahren für die Familie bis heute ein Muss. „Auch ich wurde von klein an zum Domweihkind erzogen, ebenso dann meine beiden Töchter“, erzählt Carola Müller. Und: „Hoffentlich ist im nächsten Jahr alles wie gewohnt!“  

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