Höchstgebot bekommt den Zuschlag

Abrisshaus in Traumlage: Stadt verkauft Grundstück am Burgberg

Dass im Haus Burgberg 62 niemand mehr wohnt, verrät die zentimeterdicke Laubschicht auf dem Fußweg und einem Teil der Straße.
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Dass im Haus Burgberg 62 niemand mehr wohnt, verrät die zentimeterdicke Laubschicht auf dem Fußweg und einem Teil der Straße.

Abreißen, neu bauen, aber klein denken. Das wäre eine Lösungsmöglichkeit für den Käufer oder die Käuferin eines Wohnhauses am Verdener Burgberg 62. Denn die exklusive Lage am Allerhang mit einem weiten und unverbaubaren Blick über Wiesen und Felder lässt keine pompöse Bebauung zu. Im Gegenteil, das Grundstück ist zwar 1 350 Quadratmeter groß, aber nur auf einem schmalen Streifen zur Straße hin bebaubar.

Verden – Dennoch wirbt die Stadt Verden mit „Wohnen in exklusiver Lage direkt am Allerhang“. Sie ist seit Jahrzehnten Eigentümerin des Hauses am Rande des Straßenzuges mit direktem Allerblick. Und sie will verkaufen. Die Immobilie war bis vor einiger Zeit noch bewohnt. Eine ehemalige Angestellte der Stadt hat dort lange zur Miete gewohnt, ist aber inzwischen ausgezogen. Weil die Stadt die Immobilie aber nicht nutzen kann, will sie sich jetzt davon trennen.

Haus am Burgberg: Energetisch und räumlich nicht neuestem Stand

Jasmin Schroer, zuständig für Liegenschaften, Miet- und Pachtverträge, Erbbaurechte und eben auch den An- und Verkauf von Immobilien, spricht auf Nachfrage der Verdener Aller-Zeitung von einem kleinteiligen Haus, das sich zum Beispiel nicht für die Unterbringung von Geflüchteten oder ähnlichen Nutzungen eignet. „Der neue Eigentümer kann natürlich selbst entscheiden, ob er das Haus saniert oder abreißt.“ Energetisch und räumlich sei es jedenfalls nicht auf dem neuesten Stand.

Der Blick in die Allerwiesen ist allerdings unbezahlbar.

Dennoch ist die Verwaltungsangestellte davon überzeigt, nicht lange auf einen Käufer oder eine Käuferin warten zu müssen. „Die Nachfrage nach Häusern oder Grundstücken in Verden ist sehr groß.“ Zum ermittelten Verkehrswert wollte sich Schroer aber nicht äußern. Denn im Rathaus wartet man auf das höchste Angebot, das den Zuschlag erhalten soll.

Verden: Grundstück liegt am südlichen Rand der Stadt

Beschrieben wird die Situation folgendermaßen: „Die Stadt Verden (Aller) verkauft das stadteigene Grundstück Burgberg 62. Das Grundstück war bis Ende 2019 über Jahrzehnte lang vermietet. Da das Grundstück nun mietfrei geworden ist und nicht wieder vermietet werden soll, hat sich die Stadt zu dem Verkauf entschieden. Das Grundstück liegt am südlichen Rand der Stadt und hat eine Größe von circa 1 350 Quadratmeter. Es ist mit einem Einfamilienhaus sowie einer Garage bebaut. Es befindet sich in einer sehr guten Wohnlage und auch im direkten Umfeld findet man Wohnbebauung überwiegend in Form von Einfamilienhäusern. Über den Allerhang genießt man einen unverbauten Blick auf die Allerniederung.“

„Handwerkerkaus“ nennen Makler Gebäude wie dieses.

Grundstück am Burgberg: Interessenten können Höchstgebote abgeben

Grundstück und Haus sollen im Rahmen eines geschlossenen Gebotsverfahrens verkauft werden. Hierzu können Interessenten Höchstgebote abgeben und werden laufend über den jeweiligen Höchststand informiert. Somit sei sichergestellt, dass bei weiterem Interesse ein neues Höchstgebot abgegeben werden kann.

Informationen zum Grundstück und zum Verfahren werden rechtzeitig auf der Homepage der Stadt, in den sozialen Medien, in der Presse und in den einschlägigen Immobilienportalen (ImmobilienScout24, Immonet) veröffentlicht.

Wer Interesse hat, sollte sich bei Jasmin Schroer unter der Telefonnummer 04231/12-418 beziehungsweise unter jasmin.schroer@verden.de melden. Interessierte bekommen dann das Exposé in digitaler Form.

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