Bürgerversammlung in Eissel

Eigene Ideen zum dörflichen Wandel

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Groß ist das Interesse der Eisseler Bürger an der Gestaltung ihrer Ortschaft. Auf der Versammlung im Dorfgemeinschaftshaus wurde fleißig diskutiert. 

Verden- Dörfer verändern sich. Doch was kann die Dorfgemeinschaft tun, damit ihr Umfeld lebenswert bleibt? Fragen wie diese standen im Gemeinschaftshaus in Eissel auf der Tagesordnung. Ganz oben auf der Liste steht eine sinnvolle Bebauung in der Ortschaft. Auch eine Umgestaltung des dörflichen Treffpunkts wünschen sich viele. Circa 50 Bewohner waren der Einladung von Freiwilliger Feuerwehr, deren Förderverein, des Heimatvereins und der Mitglieder des Ortsrates gefolgt.

Zentrales Thema war die Freifläche gegenüber dem jetzigen Feuerwehrhaus östlich der Langwedeler Straße. Auf diesem Areal soll das neue Gebäude der Feuerwehr entstehen. Der dafür notwendige Bebauungsplan steht allerdings noch nicht. Viele Eisseler wünschen sich, dass nicht nur eine Teilfläche für das Feuerwehrhaus, sondern das gesamte Areal durch die Stadt Verden erworben werde. So könne eine intensive und engmaschige Wohnbebauung, die die Struktur des Dorfes negativ verändern würde, verhindert werden. Das gesamte Areal mit Bolz-/Spielplatz, Gemeinschaftshaus, Lehrerhaus und die angesprochene Freifläche sollte dann als „kulturelles Dorfzentrum“ entwickelt werden.

Intensiv wurde die Nutzung von Dorfgemeinschafts- und Lehrerhaus diskutiert. Notwendig sei, ein tragfähiges Konzept gemeinsam mit allen Institutionen in Eissel zu entwickeln. Beide Häuser sollten als Einheit und, so ein Vorschlag, mit einem überdachten Gang verbunden werden, ein Treffpunkt für private Feiern und Festlichkeiten. „Wo sollen wir denn sonst noch hingehen? Gastwirtschaften für Familienfeiern gibt es doch fast gar nicht mehr“, hieß es. Die Ortsratsmitglieder nahmen zudem den mehrheitlichen Wunsch entgegen, sich für eine Änderung der Satzung des Dorfgemeinschaftshauses einzusetzen, um die Möglichkeit von privaten Nutzungen zu schaffen.

Die Nachbetrachtung der 900-Jahr-Feier der Ortschaft Eissel sowie künftige Aktivitäten des Heimatvereins und Veranstaltungen rund um die örtliche Geschichte waren weitere Themen des Treffens. Auch wurden erste Denkanstöße zur Schaffung eines digitalen Ortsarchivs unterbreitet.

Wohl fühlen sich in Eissel die Bienen. Dafür sorgt eine aktive Imkerszene, deren Mitglieder ihre Erfahrungen auch an einem Schulungsstand weitergeben. Die von Eissel ausgehende „Verdener Imkermischung“ ist im Bereich der Landwirtschaft überregional bekannt. Parallel dazu könnte ein gemeinsames Projekt „Eissel blüht“, getragen durch örtliche Vereine und Verbände, ins Leben gerufen werden, lautete ein Vorschlag. Auch wäre es denkbar, alte Obstbaumsorten und Hecken zu pflanzen oder, wo möglich, Feuchtbiotope anzulegen. Der Appell an die Bürgerinnen und Bürger: „Möglichst alle sollen mitmachen.“

Einig waren sich die Beteiligten, im ständigen Austausch über die Entwicklungen zu bleiben. So ist geplant, die Bürgerversammlung im kommenden oder dem Folgejahr zu wiederholen. Sie soll insbesondere Aufschluss darüber geben, inwieweit Vorstellungen und Wünsche realisiert werden konnten, heißt es in einer Pressemitteilung der Veranstalter.

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