Täter flüchten mit Bargeld

Verden: Brutaler Raubüberfall auf zwei Frauen

Wohnstraße am Waldrand
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Tatort unweit des Verdener Stadtwaldes: Zwei Frauen wurden in ihrer Wohnung am Ahornweg überfallen.

Verden – Ihnen wurden Schusswaffen unter die Nase gehalten, sie wurden geschlagen. Zwei Frauen sind am Mittwochabend in ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Verden brutal überfallen und zur Herausgabe von Bargeld gezwungen worden. Die Täter entkamen unerkannt. Die Polizei prüft Zusammenhänge zum Überfall vom 7. Mai auf eine Familie in Neddenaverbergen.

Die unbekannte Täter drangen den Angaben zufolge am Mittwochabend um kurz nach 22 Uhr in die Wohnung eines Mehrfamilienhauses am Ahornweg ein und bedrohten die beiden Frauen im Alter von 48 und 19 Jahren mit Schusswaffen und einem Messer und schlugen sie, um sie zur Herausgabe von Bargeld zu nötigen. Die beiden Frauen wurden von den maskierten Tätern gefesselt und in einem Raum eingeschlossen. Die Täter flüchteten anschließend mit der gemachten Beute.

Die Frauen konnten sich aus der Fesselung befreien, mussten anschließend jedoch aus dem Fenster um Hilfe rufen. Eine 51-jährige Anwohnerin wurde aufmerksam und rief die Polizei, die für die Befreiung der beiden Opfer sorgte. Die beiden Frauen wurden bei der Tat glücklicherweise nicht verletzt. Die Täter gingen offenbar trotz aller Brutalität relativ geräuschlos vor. Nachbarn berichten, sie hätten von der eigentlichen Tat, die sich in einer Wohnung im Obergeschoss abspielte, nichts mitbekommen.

Am Tatort sicherte die Spezialisierte Tatortgruppe gemeinsam mit Kriminaltechnikern des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Verden/Osterholz umfangreiche Spuren, die nun ausgewertet werden. Die Polizei prüft im Zuge der Ermittlungen auch, ob ein Zusammenhang zwischen dem Überfall auf eine Familie in Neddenaverbergen und dem Raub in Verden besteht. Parallelen zwischen beiden Fällen würden vorrangig wegen des zeitlich nahen Zusammenhangs abgeklopft, sagt Polizeisprecherin Imke Burhop auf Nachfrage. Die Taten liegen nicht einmal zwei Wochen auseinander.

Ob es weitere Übereinstimmungen gebe, beispielsweise beim Material der Fesselungen, die den Opfern angelegt wurden, ließ die Sprecherin genauso offen wie mögliche Ähnlichkeiten beim Tatort, im Verdener Fall direkt am Stadtwald, im Neddener Fall in einem parkähnlichen Garten. Aus ermittlungstaktischen Gründen könne sie keine weiteren Details bekanntgeben.

Die am Mittwochabend sofort eingeleitete Fahndung nach den Tätern führte bisher nicht zum Auffinden der beschuldigten Männer. In welche Richtung sie flüchteten und ob sie ein Fahrzeug nutzten ist den Angaben der Polizei zufolge ebenso unklar.

Beide Täter sollen männlich, etwa 1,65 Meter groß und dunkel gekleidet gewesen sein sowie braune Augen und ein südeuropäisches Erscheinungsbild haben. Während ein Täter auf 20 bis 25 Jahre geschätzt wurde und blondiertes Haar trug, soll der zweite Täter etwas jünger gewesen sein. Die Polizei bittet Zeugen unter 04231/8060 um Hinweise auf verdächtige Beobachtungen in der Umgebung, Beschreibungen zu den Tätern und deren Fluchtrichtung oder auf ein mögliches Fahrzeug.

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