Ursache unbekannt

Nach schwerem Unfall in Scharnhorst: Die Verletzten sind außer Lebensgefahr

Noch wird an der Baustelle gearbeitet. Die Polizei bittet darum, die Absperrungen unbedingt zu beachten.
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Noch wird an der Baustelle gearbeitet. Die Polizei bittet darum, die Absperrungen unbedingt zu beachten.

Die gute Nachricht: Zwei jungen Menschen, die nach einem Verkehrsunfall in Scharnhorst mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wurden, geht es besser. Nach Auskunft von Helge Cassens besteht keine Lebensgefahr mehr, allerdings seien die Verletzungen schwer. Ein dritter Insasse des Fahrzeugs sei bei dem Unfall nur leicht verletzt worden und habe das Krankenhaus noch am Unfalltag wieder verlassen können.

Scharnhorst – Über die weiteren Ermittlungen, wie es zu dem Unfall am Sonntag, 19. Juli, kommen konnte, darf Cassens nichts sagen. Klar sei jedoch, dass hier die Durchfahrt eindeutig verboten gewesen sei. Durch die Beschilderung und das Absperrgitter, das wegen des Einsatzes am Flughafen Scharnhorst zu einem Drittel beiseite geräumt worden war, sei dies auch für jeden deutlich erkennbar gewesen.

Warum die jungen Leute dennoch diesen Weg wählten und die Geschwindigkeit des Fahrzeugs offensichtlich der Situation nicht angepasst war, dazu sagt die Polizei nichts. Nur soviel: Das Fahrzeug war technisch in Ordnung.

Cassens: „Es kommt nicht selten vor, dass eine Unfallursache ungeklärt bleibt.“ Das Thema Handy spiele eine Rolle, es könne auch das Suchen eines Sender am Radio sein oder irgendeine andere Unaufmerksamkeit, die dazu führe, dass Autofahrer die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlieren. In Scharnhorst könne auch der unbefestigte Seitenstreifen eine Rolle gespielt haben, denn beim Beiseitestellen der Barriere sei nur etwa ein Drittel der Fahrspur frei gewesen. Gegen den 21 Jahre alten Fahrer ist ein Strafverfahren eingeleitet worden. Ihm wird fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Mit im Auto saßen ein 19- und ein 15-Jähriger.

Kreisstraße 28 Verden: Durchfahrtsverbot wird ignoriert

Kurios: Tatsächlich ist im Bereich des Tunnels auf der Kreisstraße 28 eine Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde erlaubt. Denn eine Begrenzung wegen der Baustelle ist bei einem Durchfahrtsverbot überflüssig. Wo niemand fahren darf, braucht es auch keine besonderen Regelungen.

Apropos Durchfahrtsverbot: Das wird an dieser Stelle wohl hin und wieder ignoriert. Einige Autofahrer wollen sich auf diese Weise die lange Umleitungsstecke wohl ersparen, zum Nachteil der Straßenbauarbeiter, die sich während ihrer Arbeit nicht darum kümmern können, ob sich ein Fahrzeug nähert.

Auch Polizeipresseprecher Cassens weist auf die Gefahren für die Mitarbeiter der Straßenbaufirma hin, die im Bereich der Ortsdurchfahrt den Seitenbereich und die Deckschicht der Fahrbahn erneuern. „Es ist nicht im Sinne der Bauarbeiter, plötzlich ein Auto hinter sich zu bemerken.“

Dass das Durchfahrtsverbot gerne mal ignoriert wird, ist bei der Polizeiinspektion Verden/Osterholz bekannt. Cassens: „Es hat im Bereich der Baustelle in Scharnhorst auch schon Kontrollen gegeben.“ Er und seine Kollegen wissen aber auch, dass niemand gegen Verkehrsregeln verstößt, sobald ein Einsatzfahrzeug der Polizei zu sehen ist. Wer dennoch erwischt wird, der wird wegen einer Ordnungswidrigkeit zu einer Zahlung von 20 Euro aufgefordert.  wen

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