Unfallschwerpunkt auf der B215

Hönischer Kreuzung: Sieben Mal kracht es

Unfall mit umgekipptem Fahrzeug  auf der Hönischer Kreuzung.
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Immer wieder Unfälle auf der Hönischer Kreuzung. Bei einem Zusammenstoß im März diesen Jahres kippte ein beteiligtes Fahrzeug um.

Immer wieder Unfälle auf der Kreuzung in Verden-Hönisch. Im vergangenen Jahr krachte es sieben Mal. Immer das gleiche Muster, Autofahrer missachten den Gegenverkehr. Nach einer Lösung des Problems wird gesucht...

Verden – Keine guten Nachrichten von der Kreuzung in Hönisch. Es kracht immer wieder an der Einmündung von Bundesstraße 215/Landesstraße 203. „Allein in diesem Jahr sieben Mal“, sagt Imke Burhop, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Verden/Osterholz. Trotz aufwendiger Ampelanlage und Schaltungen mit grünem Pfeil. Doch was weiter tun? „Die Unfallkommission war erneut vor Ort. Wir arbeiten an einer Lösung“, so Burhop.

Auf der Kreuzung in Hönisch: Unfälle meist immer nach dem gleichen Muster

Das Unfallgeschehen, so hatte die Kommission bereits mehrfach festgestellt, läuft meist nach dem gleichen Muster ab. Von der Südbrücke, aus Verdens Innenstadt kommend, nähert sich ein Fahrzeug der Kreuzung und muss, steht die Ampel auf Rot, dort warten. Springt die Ampel auf Grün, will der Fahrer nach links auf die Bundesstraße in Richtung Dörverden biegen, heißt es aufgepasst. Klappt in der Regel alles reibungslos, wenn auch der extra geschaltete Pfeil in Richtung Dörverden auf Grün steht. Es kann dann bedenkenlos gefahren werden. Gefährlich wird’s, wenn die Ampel zwar Grün zeigt, der Pfeil aber dunkel bleibt. Es darf zwar Richtung Dörverden abgebogen werden, aber der entgegenkommende Verkehr aus Hutbergen ist zu beachten. Und genau daran hapert’s. Erklärungen, dass es kracht, gibt es viele, eine davon: „Für den Wartenden ist oftmals nur schwer erkennbar, wer von den entgegenkommenden Fahrern sich wie verhält, ob er nach links, rechts oder geradeaus will“, so Burhop. Richtig kritisch könne es zudem werden, wenn noch bei Gelb, sozusagen auf den letzten Drücker, gefahren werde.

Kritisch wird es dann, wenn noch auf den letzten „Drücker“ bei Gelb gefahren wird

Gemeinsam mit der Polizei hat sich die Unfallkommission immer wieder um eine Entschärfung bemüht. Die Grün- und Rotphasen der Anlage würden regelmäßig überprüft und, sofern möglich, entsprechend angepasst, hieß es in der Vergangenheit. Zur besseren Darstellung des Verkehrsflusses sind in diesem Bereich sogar Luftbilder per Drohne geschossen worden.

Ampel grün, der Pfeil auch, so klappt es mit dem Linksabbiegen von der Südbrücke auf die Bundesstraße in Richtung Dörverden.

Bislang blieben alle Bemühungen, das Unfallmuster erfolgreich zu bekämpfen, ohne durchschlagenden Erfolg. Sieben Unfälle in 2021, mehrere zehntausend Euro Sachschaden, so die aktuelle Bilanz. Zwischen 2017 und 2020 krachte es elf Mal. Spektakulär der Unfall im März diesen Jahres. Ein Kleinkind wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Zuvor hatte ein Mann, im Auto eine Beifahrerin und das Kleinkind, die Kreuzung von der Südbrücke kommend befahren und war nach links in Richtung Dörverden abgebogen. Dabei hatte der 33-Jährige ein entgegenkommendes Auto übersehen. Im Kreuzungsbereich stießen die Autos zusammen. Der Wagen des Mannes kippte um. Bis auf das Kleinkind kamen alle Beteiligten mit dem Schrecken davon.

Es bleibt die Suche nach einer Lösung, einer Entschärfung des Knotenpunktes. Umgebaut wurde die Kreuzung vor circa zehn Jahren. Schon damals war, statt Kreuzung, auch ein Kreisel im Gespräch. Im Ortsrat Hönisch wurde die Forderung wiederholt gestellt.

Bundesstraße 215/Landesstraße 203: Auch ein Kreisel war mal im Gespräch

Die Entscheidung fiel zugunsten der Kreuzung. Verkehrsströme seien im Vorfeld berechnet und ausgewertet worden. Auch der nachfolgende Bau des Nordertorkreisels in Verden floss in die Analyse mit ein. Denn, was sich an der Kreuzung Bundesstraße 215/Landesstraße 203 verändere, mache sich in Verden am Nordertor bemerkbar, so die Experten.

Unfallkommission des Landkreises Verden war an der Kreuzung in Hönisch und tagt

Die Verkehrs- und Unfallkommission will sich nun des Themas erneut annehmen. „Die Kommission war an der Kreuzung. Wie die möglichen Verbesserungen aussehen könnten, steht abschließend noch nicht fest. Die Gespräche laufen noch. Wir werden zeitnah darüber informieren“, versprach Imke Burhop.

Info

Die Unfallkommission des Landkreises Verden setzt sich neben der Polizei aus Vertretern des Amtes für Straßenverkehr Bremen, der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, der Straßen- und Autobahnmeistereien, der Fachdienste des Landkreises sowie der Städte Verden und Achim zusammen. Weiterhin sind die Gemeinden vertreten, in deren Bereichen sich Unfallhäufungsstellen befinden.

Von Markus Wienken

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