Unfreiwilliges Weserbad

Unfall eines Anglers beschäftigt Feuerwehren, DLRG und Polizei

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Angler retten, Boote einfangen und sichern: Die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und DLRG hatten gut zutun an und auf der Weser.

Verden - Dumm gelaufen ist es für einen Angler am Sonnabendmittag auf der Weser bei Verden. Der 36-Jährige war im Bereich der Weserbrücke mit einem Motor- und einem Beiboot unterwegs.

Gegenüber der Polizei soll der Pechvogel aus Verden erklärt haben, dass sich das Beiboot selbständig gemacht habe. Beim Versuch, schnell danach zu greifen, habe er das Gleichgewicht verloren und sei ins Wasser gefallen. Der Mann konnte ans Ufer schwimmen, um seine Boote kümmerten sich Feuerwehr und DLRG.

Angler und Motor fallen ins Wasser

Das Beiboot war abgetrieben und für die alarmierte Freiwillige Feuerwehr Hönisch-Hutbergen war es unmöglich, vom Uferrand an die Boote zu gelangen. Als die ebenfalls alarmierte DLRG aus Verden zuerst das Beiboot erreichte, lief der Motor noch „auf Maximalanschlag“, wie es hieß. Erste Sorge der Helfer war, dass eine weitere Person über Bord gegangen seien könnte. Doch der ansprechbare Angler hatte angegeben, alleine unterwegs gewesen zu sein.

Die DLRG wollte eigentlich das Beiboot in den Hafen Höltenwerder schleppen, ein Bootsführer und ein Feuerwehrmann sollten mit dem Motorboot folgen. Doch dann stellten die Helfer fest, dass sich das Motorboot nicht starten ließ. Merkwürdig war, dass nicht nur der Angler, sondern zudem der Motor ins Wasser gefallen war. Das Aggregat war aber mit einer Kette gesichert.

Kein leichtes Unterfangen war es, den schweren Motor an Bord zu hieven. Warum er vertäut im Wasser gelandet ist, konnten die ermittelnden Beamten noch nicht erklären.

Jegliche Startversuche waren danach jedoch zwecklos und somit musste das Motorboot abgeschleppt werden. Das zwischenzeitlich an Land gezogene Schlauchboot wurde wieder zu Wasser gelassen und zwei Feuerwehrmänner brachten es ebenfalls nach Höltenwerder, was bei dem starken Wind zumindest recht waghalsig wirkte.

Mann war schon beim Angeln nicht erfolgreich

Vor Ort hieß es, dass der 36-Jährige bereits seit der Nacht geangelt habe. Das konnte die Polizei aber nicht bestätigen. Die Multirollen der Angeln auf dem Motorboot lassen vermuten, dass es der 36-Jährige auf Wels abgesehen hatte. Jedoch vergebens. „Er war nicht mal erfolgreich beim Angeln“, hieß es seitens der Polizei.

Glück war zumindest, dass der Angler weitestgehend mit dem Schrecken davongekommen ist. Der 36-Jährige war nach Polizeiangaben von einem Autofahrer aufgelesen und mit warmen Decken erstversorgt worden. Der Ersthelfer habe auch die Polizei alarmiert.

Feuerwehr fängt herrenloses Boot in Verden ein 

Mit Verdacht auf Unterkühlung wurde der Angler ins Krankenhaus gebracht, konnte die Klinik aber schnell wieder verlassen.

Zeitweise war die Weser in dem betreffenden Abschnitt für den Schiffsverkehr gesperrt. Die weiteren Ermittlungen hat die zuständige Wasserschutzpolizei Nienburg übernommen.

wb

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