Aller-Weser-Klinik präsentiert das neue Angebot mit einem Tag der offenen Tür

Unerwarteter Ansturm auf das Herzkatheter-Labor

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Die neuen Anlagen in der Aller-Weser-Klinik stießen auf großes Interesse.

Verden - Das neue Herzkatheter-Labor der Aller-Weser-Klinik in Verden hatte am Sonnabend seine Türen geöffnet. Wer sich über die neuste Errungenschaft der Klinik informieren wollte, ohne Patient oder mit der Behandlung befasst zu sein, hatte damit die Gelegenheit.

Und das Interesse der Bevölkerung an dieser Veranstaltung im Rahmenprogramm „125 Jahre Krankenhaus Verden“ war enorm groß, da war selbst Klinik-Geschäftsführerin Marianne Baehr überrascht.

„Der „Tag der offenen Tür“ sollte um 10 Uhr beginnen. Aber bereits um 9.15 Uhr hatte sich eine Schlange Wartender gebildet, um sich von Ärzten und Mitarbeitern die Technik und Abläufe im Herzkatheter-Labor zeigen und erklären zu lassen. Wie groß der Bedarf an dem neuen medizinischen Angebot ist, verdeutlichen die Zahlen, die Ralf Weßel, Chefarzt in der Klinik für Innere Medizin, Kardiologie, Gastroenterologie und Internistische Intensivmedizin nennt. 

„Seit Inbetriebnahme des Herzkatheter-Labors Anfang August wurden 60 Herzkatheter-Untersuchungen durchgeführt und 20 Herzschrittmacher gelegt.“ Mehr sei in der Anfangsphase ohnehin nicht leistbar. Neben Weßel führt derzeit noch Oberärztin Lima Jafari-Konermann Eingriffe im neuen Labor aus. „Im Oktober kommt ein dritter Kardiologe hinzu und ein weiterer Arzt wird folgen, um ab 1. Januar 2018 eine 24-Stunden-Infarkt-Rufbereitschaft sicherzustellen“, berichtet der Chefarzt.

Tag der offenen Tür im Herzkatheter-Labor der Aller-Weser-Klinik

1,5 Millionen Euro haben die baulichen Maßnahmen und die technische Ausstattung des Herzkatheter-Labors gekostet. Technisch sei es auf modernstem Stand. Das Angebot schließe eine große Versorgungslücke in der regionalen und schnellen Behandlung des akuten Herzinfarktes. Die moderne Untersuchungstechnik, bei der das Herz und die Blutgefäße detailliert dargestellt werden könnten, helfe, gefährliche Verengungen gezielt zu erkennen und diese optimal zu behandeln. Beispielsweise könnten verengte Herzkranzgefäße durch Gefäßstützen, sogenannte Stents, gedehnt und so stabilisiert werden, dass der Blutfluss wieder ungehindert möglich ist.

Wie wichtig die Bemühungen sind, das Infarktrisiko zu senken und die Symptome rechtzeitig zu kennen, machten beim „Tag der offenen Tür“ Zahlen der Deutschen Herzstiftung deutlich: Danach erleiden in Deutschland jedes Jahr mehr als 300 000 Menschen einen Herzinfarkt. Und weil das Thema so präsent ist, laden Landkreis Verden, Aller-Weser-Klinik und DRK am Mittwoch, 20. September, ein. Im Kreishaus wird von 18.30 bis 21 Uhr auf einer Informations- und Schulungsveranstaltung mit Vortrag, Informationsständen und praktischen Übungen sowie einem Gewinnspiel rund um das Thema „Herzstillstand“ informiert.

J nie

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