Umweltprojekt der Klaus-Störtebeker-Schule mit der Buchhandlung Heine

Bunter Stoff statt Plastik

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Gute Idee und ein Beitrag für die Umwelt: Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Martina Ohlebusch und Konstanze Kaufmann gestalten und nähen die Schüler der Störtebeker-Schule Verden Stofftaschen.

Verden - Von Erika Wennhold. Europaweit soll der Pro-Kopf-Verbrauch von Plastiktüten von zurzeit noch über 70 auf 40 bis zum Jahr 2025 reduziert werden. Ob das nicht noch schneller und drastischer gehen kann, haben sich jetzt Schüler der Klaus-Störtebeker-Schule in Verden gefragt und deshalb positiv auf eine Anfrage der Verdener Buchhandlung Heine reagiert.

Plastiktüten sind praktisch, billig und werden fast überall kostenlos angeboten. Doch jetzt sind sie in Verruf geraten. Der Meeresboden ist voll von Plastikteilchen, die von den Fischen aufgenommen werden, über die Nahrungskette wieder beim Menschen landen und die Gesundheit gefährden. Ganz zu schweigen von einem großen Schaden für das Meeresökosystem.

In der Buchhandlung Heine möchte man zur Reduzierung des Plastikmülls beitragen und stattdessen Baumwollbeutel für alle anbieten, die keine Tasche dabei haben. Die Idee: Schüler nähen im Unterrichtsfach Textil die Beutel und werden im Gegenzug mit Büchern aus der Buchhandlung belohnt.

Auch die beiden Lehrerinnen Martina Ohlebusch und Konstanze Kaufmann überlegten nicht lange und bauten das Projekt in ihren Unterrichtsplan ein: 30 Taschen sollen in der nächsten Woche an die Buchhandlung überreicht werden. Den Stoff hatte das Verdener Geschäft besorgt und die Farben dem Einwickelpapier angepasst – blaue Tasche, grüne Gurte.

Den Rest haben die Textillehrerinnen festgelegt: In der einen Gruppe näht jeder Projektteilnehmer eine Tasche komplett fertig (Zeitaufwand: drei Doppelstunden), in der anderen sind die Fertigungsschritte wie in einer Fabrik aufgeteilt. Die Ergebnisse sind in beiden Fällen sehr ansehnlich.

Der Schwierigkeitsgrad ist nicht sehr hoch, doch sollten die Projektteilnehmer ihren Beutel einmal am Arm eines prominenten Verdeners sehen, wollen sie mit dem Ergebnis zufrieden sein. Eine Schülerin drückt es so aus: „Man muss ganz sauber arbeiten.“

Ob aus dem Projekt mehr wird, muss sich zeigen. Konstanze Kaufmann: „Noch ist es ein Pionierprojekt.“ Ihre Kollegin Martina Ohlebusch könnte sich zum Beispiel vorstellen, die Produktion von Baumwolltaschen in die Schülerfirma zu integrieren.

Ob dann weiter für die Buchhandlung produziert wird, hat sicherlich auch mit der Kundenakzeptanz zu tun. Schön sehen die Baumwollbeutel jedenfalls aus, haltbar sind sie auch und damit absolut kein Wegwerfartikel. Umweltschutz im Kleinen.

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