Generalversammlung

Umsatzrekord bei der Masterrind

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Mit dem Jahr zufrieden: die Geschäftsführer Dr. Josef Pott, Ralf Strassemeyer und Ulrich Brehmer (v. l.).

Verden – Der Motor läuft bei der Masterrind: Die Verdener Zuchtorganisation hat das Geschäftsjahr 2018 mit Erfolg und einem Umsatzrekord von über 200 Millionen Euro gemeistert. Ein Ergebnis, das die Vertreter gestern auf der Generalversammlung des Zusammenschlusses aus Rinderproduktion Niedersachsen (RPN) und der Zuchtrinder-Erzeugergemeinschaft Hannover (ZEH) im Forum der Niedersachsenhalle beeindruckte.

Trotz boomender Wirtschaft, musste der Agrarsektor im vergangenen Jahr Dämpfer hinnehmen. „Schwächelnde Preise und die Folgen der anhaltenden Trockenheit haben zu spürbaren Rückgängen in den Einkünften der landwirtschaftlichen Veredlungsbetriebe geführt, berichteten die Geschäftsführer Dr. Josef Pott (Zucht), Ralf Strassemeyer (Vertrieb) und Ulrich Brehmer (Finanzen).

Regional hätten dieAuswirkungen der Trockenheit durch fehlende Verfügbarkeit und Qualität in der Futterversorgung bis weit ins neue Jahr positive Entwicklungen in den Rinderhaltungen verhindert. Nur leicht abgeschwächt hätten sich indes die Markt- und Preisverhältnisse im Milch- und Fleischsektor zufriedenstellend entwickelt. 

In diesem Umfeld haben sich die Geschäftsverläufe der Masterrind abermals stabilisiert, sodass das Unternehmen die Verkaufserlöse im zurückliegenden Geschäftsjahr um 13 Millionen Euro (plus sieben Prozent) steigern und mit knapp 210 Millionen Euro einen neuen Umsatzrekord erzielen konnte, heißt es in der Zusammenfassung. Die Geschäftsführer registrierten positive Entwicklungen des Unternehmens über sämtliche Geschäftsbereiche hinweg: „Anpassungen in Struktur und in Vermarktungsausrichtung in den vergangenen Jahren zahlen sich allmählich aus.“

Dazu trage auch die Optimierung der Produktpalette in der Qualität sowie der richtige Mix der Angebote bei. „Wir erreichen sowohl Mitglieder als auch Kunden und verbessern offensichtlich die Zusammenarbeit und die Zufriedenheit von Abnehmern und Lieferanten“, stellten sie fest. Selten zuvor habe die Masterrind auch über einen derart guten Selektionsertrag an absoluten Spitzenbullen verfügt. „Die August-Zuchtwertschätzung offenbarte zahlreiche Nr. 1-Bullen in entscheidenden Kategorien.“

In den Mitgliederregionen seien die Sperma-Umsätze stabil auf Vorjahresniveau. Laut Geschäftsbericht sind hier die Verkaufserlöse mit 24,8 Millionen Euro leicht angestiegen. Doch während sich in Hannover und Weser-Ems Vorjahreswerte einstellten, wurde in Sachsen mit einem Zuwachs von 2,9 Prozent auf acht Millionen Euro in den Verkaufserlösen eine deutliche Steigerung erzielt.

In der Vermarktung der Milchrinder machten die Geschäftsführer für das Minus von 3,9 Prozent das rückläufige Volumen verantwortlich. Bei Nutz- und Schlachtvieh sei erneut ein zufriedenstellender Umsatzzuwachs von 2,7 Prozent erreicht worden und die Auslandsverkäufe der Zuchtrinder hätten zum dritten Mal in Folge deutlich zulegen können. Mehr als die Hälfte der verkauften Zuchtrinder gingen an Abnehmer in 30 verschiedenen Ländern. Auch der Spermaexport legte plangemäß noch einmal deutlich zu. Eine Million Portionen seien in mehr als 50 Länder versandt worden.

Der Umsatz im Fleischrinderbereich habe um 6,6 Prozent und die Stückzahl der Zucht- und Nutzviehvermarktung deutlich zugelegt. Für die Zukunft äußerten sich die Verantwortlichen zuversichtlich, dass die Märkte stabil bleiben werden. Auch wenn die Blauzungenkrankheit nach Deutschland zurückgekehrt sei, deuteten stabile Milchpreise im Inland und die wirtschaftliche Situation weltweit auf keine allzu kritische Entwicklung im Rindersektor hin. In den RPN-Aufsichtsrat wählten die Vertreter in der Sitzung Petra Both, Jens Diesen, Christopher Hammann, Günter Hanne, Kristian Schmidt, Ralf Schröder und Karsten Nordmeyer. Carsten Ellmers, Erhard Martens, Bernd Kopf und Andreas Wielert erhielten einen Sitz im ZEH-Aufsichtsrat.  

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