Der Umgang ist herzlicher geworden

Vorstand der Verdener Tafel blickt optimistisch in die Zukunft

Ist optimistisch, die Verdener Tafel und damit den gemeinnützigen Verein aus dem Sumpf zu ziehen. - Foto: Niemann
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Ist optimistisch, die Verdener Tafel und damit den gemeinnützigen Verein aus dem Sumpf zu ziehen. 

Verden - Dietlinde Intemann ist um ihr neues Amt als Vorsitzende der Verdener Tafel eigentlich nicht zu beneiden, muss sie doch jetzt zunächst die Scherben zusammenfegen, die der im September verstorbene Vorgänger dem Verein hinterlassen hat. Dass sie die Herausforderungen mithilfe aller Vorstandsmitglieder meistern wird, steht für Intemann indes außer Zweifel.

„Wir blicken jetzt nur noch nach vorne und nicht zurück, es bringt schließlich nichts, mit den unschönen Vorkommnissen zu hadern“, sagt sie. Die aktuelle Stimmungslage im Team beschreibt sie als erstaunlich gut. „Wir haben bereits viel Unterstützung und Zuspruch von außen erfahren. Auch intern sind Vorstand und Helferteam näher zusammengerückt.“ 

Der Umgang miteinander sei offener, vielleicht sogar herzlicher geworden. „Wir wissen, was wir aneinander haben“, reflektiert sie das neue Miteinander, dass die rund 40 ehrenamtlichen Helfer eint, die aktuell den reibungslosen Tafelbetrieb garantieren. Natürlich habe es in den vergangenen Wochen auch Momente gegeben, in denen Tränen geflossen seien. Es sei aber immer jemand da gewesen, der die negative Stimmungslage zu beenden wusste.

„Am Anfang war da zunächst einmal eine große Enttäuschung, dann folgten Wut und die Unsicherheit darüber, was in der Konsequenz auf die Tafel zukommen wird“, erzählt Intemann weiter. Doch jetzt sehe sie gute Chancen, dass der Vorstand mit vereinten Kräften den Tafelbetrieb zügig wieder in ruhiges Fahrwasser bekommt. Auch dank der vielen Unterstützer und der kleinen und großen Sponsoren, die sich, so Intemann, geradezu vorbildlich und sehr solidarisch verhielten.

Die Freude am Ehrenamt und am Dienst für den Nächsten sei daher trotz der negativen Vorkommnisse bei allen ungebremst. Freude und Optimismus, den Intemann gerne mit weiteren Menschen teilen möchte, da die Tafel dringend weitere zuverlässige Fahrer und Helfer für das Sortieren und die Ausgabe der Lebensmittel sucht. 

„Durch die Verdener Tafel werden aktuell im Tafelhaus und in der Außenstelle im Mehrgenerationenhaus Bürgertreff Hoppenkamp rund 1000 Menschen mit Lebensmitteln versorgt. Hinzu kommt der Mittagstisch im Tafelhaus, und nach Möglichkeit greifen wir der Herberge zur Heimat 14-tägig mit Lebensmitteln unter die Arme“, berichtet Intemann. Da brauche es schon viele helfende Hände, um die Aufgaben zu bewältigen. 

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