Umfrage zum Thema Reiseverhalten / Verdener sind vorsichtiger geworden

Sonne, Strand und Meer – Wer früh bucht, kann sparen

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Marzena Pilarksi, Mitarbeiterin im Büro Center-Reisen-Verden, lässt die Urlaubsträume der Allerstädter wahr werden

Verden - Von Sebastian Bauerschäfer. Fernweh ist eine tückische Sache. Kommt der wohlverdiente Urlaub immer näher und der Blick aus dem Fenster verheißt nichts Gutes, ist es urplötzlich da. Ein Besuch im Reisebüro verspricht den Betroffenen Linderung. Dort beraten kompetente Mitarbeiter ihre Kunden rund um die schönste Zeit des Jahres.

Bei einer Umfrage in den örtlichen Reisebüros zum Thema Reiseverhalten der Verdener verblüffen die Aussagen durchaus.

„Last-Minute-Angebote sind bei uns im Moment gar nicht gefragt“, berichtet Birgit Lange aus dem TUI-Reise-Center in Verden. Im Gegenteil: „Viele Kunden buchen jetzt ihren Winterurlaub, gerne etwas weiter weg, vorwiegend wollen sie nach Kuba.“ Das habe vor allem mit der veränderten politischen Lage im Karibikstaat zu tun, erläutert die Expertin. Die Lockerung des US-Embargos führe zu einem deutlich erhöhten Tourismusaufkommen.

Laut Umfrage sind bei den Verdenern die altbekannten Reiseziele weiterhin beliebt. „Natürlich reisen die Leute gerne in die üblichen Urlaubsgebiete wie das spanische Festland, die kanarischen und balearischen Inseln oder die Türkei“, erklärt Herwig Brunßen von Center-Reisen-Verden.

Ein anderes beliebtes Urlaubsziel der Allerstädter sei das von der Eurokrise schwer gebeutelte Griechenland. Nach wie vor sei Hellas ein wunderschönes Land mit reichhaltiger Kultur und Tradition und somit eine Reise wert, erklärt Ingrid Kruse vom Reisebüro Dr. Tigges. In den Feriengebieten habe sich nicht viel verändert.

Aktuelle Tipps für eine Reise nach Griechenland hat Herwig Brunßen. Er rät seinen Kunden, ausreichend Bargeld mitzunehmen.

Wenn es ums Thema Finanzen geht, hat der Fachmann noch einen Tipp. Derzeit gebe es kaum günstige Reisen, Frühbucher kämen eher auf ihre Kosten. „Schnäppchen sind zurzeit eher schwierig, sparen nicht wirklich möglich.“ Denn nicht nur in Deutschland herrsche Hauptreisezeit, sondern auch in den Nachbarländern.

Ihm und auch Ingrid Kruse sei aufgefallen, dass viele Menschen Fragen zur Sicherheit stellen. Terroristische Anschläge in Urlaubsregionen habe es gegeben, das sei in der Tat nicht von der Hand zu weisen. Angesichts der möglichen Bedrohungen seien viele Bürger verunsichert. In diesem Zusammenhang könne häufig Entwarnung gegeben werden. Die Ungefährlichkeit der Angebote werde nicht selten vom Reiseveranstalter garantiert und auf eventuelle Gefährdungen stets in Vorgesprächen hingewiesen. Die Buchungen für Länder wie Tunesien oder Ägypten seien aufgrund der politischen Lage eher rückläufig, vermuten die befragten Experten. Spanien und Bulgarien seien hingegen zum Beispiel deshalb so beliebt, weil sie sicher seien.

Ingrid Kruse sagt hierzu: „Wer sich nicht dazu durchringen kann, eine unter Umständen lange geplante Reise anzutreten, kann diese oft sogar kostenfrei stornieren.“

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