Umbauarbeiten sind in vollem Gang / Zwei getrennte Einrichtungen

Kita zieht in Schule

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Ralf Heinrich (Fachbereich Finanzen und Vermögen), Lutz Brockmann, Heiko Jahn, Claudia Stüven und Franz Holsten (v.l.) betrachten den Plan für den Umbau.

Verden - Nach den Sommerferien wird sich in der Jahnschule einiges ändern. Zwei Gruppen aus der Kita Carl-Hesse-Straße ziehen dann in Räume des ehemaligen Realschultraktes ein. Um die richtigen Voraussetzungen für die Betreuung der Kinder zu schaffen, wird gerade umgebaut. Am Mittwoch fiel der Startschuss. Am 31. August soll alles fertig sein.

Notwendig ist die Maßnahme, weil an der Carl-Hesse-Straße mehr Platz für Krippenkinder gebraucht wird. Der Umbau der Jahnschule ist günstiger als ein Neubau. Rund 400000 Euro an Haushaltsmitteln wurden laut Ratsbeschluss für den Umbau zur Verfügung gestellt. „Ein großes Stück des Schulgebäudes wird nun zur Kita“, erklärte Bürgermeister Lutz Brockmann.

Vier Klassenräume gibt die Schule ab. Das ist möglich, weil die Zahl der Schüler zurückgeht und zwei Sprachheilklassen nach den Ferien in die Andreasschule umziehen. In zwei bestehende Zimmer von circa 140 m² werden die Gruppenräume für die Kita eingebaut. Zudem entstehen ein Bewegungs- und ein Speiseraum. Weitere 25 m² stehen unter anderem für eine Ausgaben- und Spülküche zur Verfügung. Alle Räume bekommen einen neuen Fußboden, um Kita und Schule zu trennen, werden neue Wände eingezogen. „Die Räume erstrahlen nachher in neuem Glanz“, versprach Architekt Heiko Jahn vom Planungsbüro KMS aus Walsrode.

Auch ein Teil des Pausenhofes wird kindergartengerecht umgestaltet. Einige Spielgeräte der früheren Realschule wurden bereits in den Grundschulbereich umgesetzt. Im Zuge der Umgestaltung des Außenbereichs entstehen 18 neue Parkplätze.

„Das Miteinander von Grundschule und Kita ist eine Riesenchance“, fand der Bürgermeister. Diese Kooperation sei in Deutschland Neuland. Nun sei es die Sache von Rektorin Claudia Stüven und Kita-Leiter Franz Holsten, die Kooperation mit Leben zu füllen. Dazu bestehen bereits beste Voraussetzungen, denn beide sind seit Jahren in engem Kontakt und haben bereits in verschiedenen Fördermodellen zusammengearbeitet. Dennoch ist eine so enge Kooperation für Stüven und Holsten eine neue Situation. „Wir müssen uns auf die Suche machen, es macht keinen Sinn, nebeneinander her zu leben. Man kann viele Anlässe schaffen, zu denen man gemeinsam etwas machen kann. Trotzdem bleiben Schule und Kita zwei getrennte Einrichtungen“, betonte Stüven.

Die Aufnahme der beiden Kita-Gruppen ist nur der erste Schritt. Bereits im nächsten Jahr soll eine dritte Gruppe kommen.

ahk

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