Landkreis-Zweifel an Entscheidung der Versammlung des Trinkwasserverbands

Üppige Anpassung der Entschädigungen wird geprüft

Das Führungstrio Wolfgang Fritz (l.), Werner Meinken (r.) und Harald Hesse mit dem Geschäftsführer des Trinkwasserverbands, Stefan Hamann (2. v. l.). - Foto: Bruns

Verden - Im zweiten Anlauf hat es geklappt. Wolfgang Ritz wurde zweiter stellvertretender Vorsteher beim Trinkwasserverband Verden. Der Posten hätte eigentlich schon im Januar besetzt werden sollen, doch zwei Stellvertreter entsprachen damals nicht der Satzung.

Nachdem die Statuten ein weiteres Mal geändert wurden, konnte die Verbandsversammlung im Langwedeler Gasthaus Klenke wählen. Gleichzeitig beschloss das Gremium eine Anpassung der Aufwandsentschädigungen für die Stellvertreter um über 200 Prozent. Der Landkreis bezweifelt allerdings die Rechtmäßigkeit.

Vorsteher fühlt sich mit zwei Stellvertretern sicherer

Im Januar war Harald Hesse als Vorsteher an die Spitze des Trinkwasserverbands gewählt worden. Sein Vorgänger Werner Meinken wurde sein Stellvertreter. Mit Wolfgang Ritz ist das Führungstrio jetzt komplett. Hesse hatte sich für zwei Stellvertreter ausgesprochen: „Ich fühle mich damit sicherer und möchte beide gerne zurate ziehen“, erklärte Hesse auf Nachfrage. Er hat das Amt in einer schwierigen Phase übernommen, denn noch immer sind die Wasserrechtsverfahren für die Wasserwerke Panzenberg und Langenberg nicht abgeschlossen.

Mit Werner Meinken habe er seinen langjährigen Vorgänger an der Seite und Ritz komme aus der Landwirtschaft, das sei von Vorteil. Meinken sei aus Achim, Ritz aus Kirchlinteln, somit seien zudem Nord- und Südkreis vertreten, erklärte Hesse.

Landkreis kritisiert starken Anstieg der Aufwandsentschädigung

Das Gremium befand außerdem über eine Anpassung der Aufwandsentschädigungen und Sitzungsgelder. Begründet wurde die Erhöhung mit der „gestiegenen Arbeitsbelastung der Gremien“, unter anderem durch das Wasserrechtsverfahren. Zuletzt seien die Aufwandsentschädigungen im Jahr 2012 angepasst worden.

Von 250 Euro auf 350 Euro wird die monatliche Aufwandsentschädigung für den Verbandsvorsteher erhöht. Bislang erhielt der Stellvertreter 75 Euro monatlich, künftig erhalten die beiden Stellvertreter jeweils 250 Euro. Fahrtkosten werden zusätzlich erstattet. Das Sitzungsgeld wird von 30 auf 40 Euro angehoben. Bei der Höhe habe man sich an den Sätzen des Kreistags orientiert, hieß es.

Trotz Kritik des Landkreises im Vorfeld wurde die Anpassung in der Sitzung beschlossen. „Wir haben Zweifel, ob das dann noch ehrenamtlich ist“, wandte Silke Brünn als Vertreterin des Landkreises ein. Die Behörde übt die Rechtsaufsicht über den Trinkwasserverband aus. Der Wasserverbandstag werde das prüfen, kündigte Brünn an. In der Satzung des Verdener Verbandes ist festgelegt, dass die Vorstandsmitglieder und deren Vertreter in der Verbandsversammlung ehrenamtlich tätig sind.

wb

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