Fotoausstellung des Ehepaars Vogeler „Bilder aus der Arbeitswelt“ in Verden

Über den Tellerrand blicken

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Horst-Günter und Elvira Vogeler.

Verden - „Bilder aus der Arbeitswelt“ titelt die Ausstellung mit Fotografien von Horst-Günter und Elvira Vogeler aus Fischerhude im Studienseminar Verden, Andreasstraße 17. In der Ausstellung sind bis Ende des Jahres 60 teils großformatige Aufnahmen zu sehen, die Horst-Günter Vogeler Ende der 70er- und Anfang der 80er-Jahre im Flecken Ottersberg fotografiert hat und die durch neuere Aufnahmen von arbeitenden Frauen von Elvira Vogeler ergänzt wird.

Die historischen Aufnahmen entstammen einem Fotoalbum, das im Auftrag der Gemeinde 1976 für den Ottersberger Verein in New York erstellt wurde. Den Amerikanern, die zur 100-Jahr-Feier ihres Vereins zurück in die alte Heimat kamen, sollte der Fotoband ein Bild der neu entstandenen Einheitsgemeinde vermitteln, das sie mit nach Hause nehmen konnten.

„Bilder aus der Arbeitswelt“ lässt die Vielfalt der Arbeitsgebiete von Frauen und Männern in den vergangenen 50 Jahren aufleuchten und steht dadurch einerseits für den Blick der Fotografen auf das jeweilige Motiv, andererseits aber auch für Einblicke in Berufe, von denen viele heute nicht mehr oder nur in völlig veränderter Form existieren. So zum Beispiel der Hausschlachter oder landwirtschaftliche Tätigkeiten. Denn wenn sich die Welt ändert, ändern sich auch die Berufe und vieles, was einst selbstverständlich und alltäglich war, hat der technologische Fortschritt abgehängt.

Darauf wies anlässlich der offiziellen Eröffnung auch Seminardirektor Oliver Steffens hin, der es als großes Glück bezeichnete, gerade diese Ausstellung in seinen Seminarräumen zeigen zu dürfen. „Es ist schließlich unsere Aufgabe, jungen Akademikern mit theorielastiger Vorbildung die praktischen Aspekte eines Berufs näher zu bringen“, so sinngemäß der Hausherr. Steffens sagte weiter, dass sich beim Betrachten der Fotografien durchaus Perspektiven eröffnen könnten, da die Aufnahmen andere Lebensentwürfe zeigten und somit zum Blick über den eigenen Tellerrand aufgefordert werde.

Beim anschließenden Rundgang veranschaulichte sich den zahlreichen Besuchern ein bildhafter Überblick über die unterschiedlichen Berufe von früher und heute sowie von „typisch“ weiblichen Berufen, wie dem der Gestalterin und Beraterin für Raumgestaltung und Objektdesign, Friederike, bis hin zu vermeintlich untypischen Berufen für Frauen, wie der der Bootsbauerin Elisabeth.

Für die Eheleute spielt das Fotografieren seit vielen Jahrzehnten neben der früheren beruflichen Tätigkeit im Lehramt an Schulen eine sehr bedeutende Rolle. Und nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben haben sie sich noch verstärkt auf die Arbeit mit der Kamera konzentriert und sowohl regional als auch überregional diverse Gruppen- und Einzelausstellungen auf die Beine gestellt.

Die Ausstellung im Gebäude des Studienseminars Verden ist montags bis donnerstags, von 9 bis 16 Uhr, öffentlich zugänglich. - nie

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