Volles Haus beim Waller Theater / Weitere Termine

Trubel in der Eckkneipe

Kein Zweifel, es gibt, sehr zur Freude des Publikums, großen und lautstarken Redebedarf.

Verden/Walle – Wenn sich die Zuschauer bei einem plattdeutschen Theaterabend vor Lachen kaum noch einkriegen können, dann haben der Autor und die Akteure auf und hinter der Bühne alles richtig gemacht. Und genau so war es bei der Premiere von „Kaviar dröppt Currywurst“ im Waller Dörpshus.

Dem Titel des Stücks entsprechend wurde Currywurst zum Verzehr angeboten und auch die zu Beginn des Abends aufgetretene Gesangsgruppe des Heimatvereins Walle hatte ihr Repertoire darauf abgestimmt. „Die kleine Kneipe in unserer Straße“ war passend gewählt, dazu konnten die Zuschauer ein frisch Gezapftes bekommen. Der Hahn wurde gewiss erst eine ganze Zeit nach dem Schlussapplaus hochgedreht. Ganz anders als in dem Stück, das in der Eckkneipe von Erna Wutschke spielt. Wie immer ganz wunderbar Vera Carstens in der Rolle der Wirtin.

Viel los ist in ihrer „strammen Knackwurst“ jedoch nicht. Es kommen nur noch die Stammgäste wie der arbeitslose Uwe (Heinz-Günter Lührs) und Heinrich (Wolfgang Bode), der höchstens

Zu Gast in der „Knackwurst“

mal brummt, wenn er angesprochen wird und an „Schildkröte“ aus der Fernsehsendung Dittsche erinnert.

Und täglich zu Gast ist auch die allein erziehende Mutter Sandy. Trinkfreudig, extrem naiv, aber liebenswert. Krankheit mit sechs Buchstaben ist bei ihr „Rücken“ und für Verwunderung sorgt die von ihr beschriftete Tafel. „Erna hat gesagt, ich soll Spinat mit Ei schreiben.“ Raus kam dabei: „Speinat“. Fenja Gerkens ist in der Rolle der Knaller auf der Bühne.

Erna hat jedoch ein Problem. Ihr Cousin, neuerdings mit Adelstitel, hat ihr den Laden finanziert. Jedoch geht Prinz Harry davon aus, in ein Edel-Restaurant investiert zu haben. Als er spontan seinen Besuch ankündigt, droht der Schwindel aufzufliegen. Statt kalter Currywurst und warmem Bier kommen Sekt und Lachs auf die Karte.

Sven Aschmies als Ernas Lebensgefährte, Tim Blendermann als Harry und Heiner Köster als zweiter ortsansässiger Gastronom mit Tourette-Syndrom brauchten nur die Bühne zu betreten und das Gelächter war groß und fand kaum ein Ende.

Cord-Heinrich Willenbrock glänzt in der Rolle des Bürgermeisters. Vineta Grimm, Iris Cordes und Angela Delventhal spielen kleinere Rollen, aber ebenfalls super. Im dritten Akt verliert das Stück ein bisschen an Fahrt. Es wird aber nur eine kurze Entspannungspause für die Lachmuskeln.

Erstmalig sind acht Aufführungen geplant, die sind aber fast restlos ausverkauft. Die letzten Karten gibt es bei Regisseurin Anja Jacobs, Telefon 0172/4284130, oder Kassenwart Detlef Peterson, Telefon 04230/221, erreichbar zwischen 10 und 20 Uhr. Dort kann man sich vormerken lassen, falls Karten zurückgegeben und frei werden.

Gespielt wird diese Woche Mittwoch, Freitag und Sonnabend sowie an den Freitagen 15. und 22. November. Wegen der Baustelle an der Hauptstraße ist nur eine Anfahrt über die Straße Achtern Hoff möglich.  wb

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