Schwerer Bandendiebstahl: Trio vor Gericht

Immer wieder Einbrüche verübt

Verden/Stuhr/Twistringen - Von Wiebke Bruns. Drei Angeklagte aus Bremen (zwei 34 Jahre und einer 41 Jahre alt) müssen sich wegen schweren Bandendiebstahls vor der 7. Großen Strafkammer des Landgerichts Verden verantworten.

Den beiden 34 Jahre alten Angeklagten werden sieben und neun Taten zur Last gelegt. Auf das Konto des 41-Jährigen sollen drei Taten gehen.

Bei der ersten der angeklagten Taten geht es um 150 Liter Diesel, die am 23. Mai 2012 aus einer mobilen Tankanlage in Stuhr abgezapft worden waren. Zur Last gelegt werden dem Trio außerdem diverse Wohnungseinbrüche, bei denen vielfach Schmuck und Bargeld gestohlen wurde. In wenigen Fällen blieb es beim Versuch.

Beute in Höhe von 30 000 Euro soll einer der Angeklagten zusammen mit zwei weiteren – nicht in diesem Prozess angeklagten Tätern – in Lübberstedt (Kreis Osterholz) gemacht haben. Laut Anklageschrift waren die Einbrecher über einen Balkon in das Einfamilienhaus gelangt.

Einen Tag später soll genau dieses Trio in ein Wohnhaus in Twistringen eingebrochen sein. Gestohlen wurden dort Schmuck, Besteck und silberne Kerzenleuchter im Wert von rund 5 000 Euro. Fast genauso hoch soll der Einbruchsschaden am Haus gewesen sein.

Am 31. Juli 2012 sollen diese drei Männer in Stuhr ihren Diebeszug fortgesetzt haben. Laut Anklageschrift wurde eine Frau von einem – in diesem Prozess nicht angeklagten Täter – in ein Gespräch verwickelt. Über das Telefon sollen einer der Angeklagten und ein weiterer Täter mitgehört und zeitgleich über eine Terrassentür in das Haus der Frau gelangt sein. Dort kam es zur Begegnung mit ihrem Ehemann. Die Täter flüchteten, der Mann blieb offenbar unverletzt.

Bei einem Einbruch in ein Firmengebäude in Bremen sollen zwei Angeklagte auf einen Mitarbeiter gestoßen sein und diesem einen Faustschlag verpasst haben. Ob die Angeklagten geständig sind, blieb am ersten Verhandlungstag offen. Der Vorsitzende Richter Markus Tittel will zunächst einige der Geschädigten hören.

„Ich würde auch erst mal abwarten“, bekannte er ganz offen. Das Verfahren gegen den 41-Jährigen werde dann möglicherweise abgetrennt. Die beiden 34-Jährigen können sich bis zum 11. Mai auf noch neun Verhandlungstage einstellen.

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Rubriklistenbild: © dpa

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