Trauzimmer im Verdener Rathaus neu gestaltet / Premiere noch im März

Die allerbesten Aussichten

Treffpunkt Trauzimmer (v.re.): Innenarchitektin Anke Butt, Bürgermeister Lutz Brockmann, die Leiterin des Bürgerbüros Iris Schünemann mit Andrea Riemer und Julia Fuhrmann sowie Ralf Heinrich, Leiter Bauunterhaltung.  Foto: Wienken

Verden - Wer im Verdener Rathaus heiratet, hat die allerbesten Aussichten. Das angehende Paar kann im neuen Trauzimmer mit Blick auf den Platz den Bund für’s Leben schließen. „Einerseits hell und modern, ist es andererseits aber auch gelungen, den Bezug zur Tradition zu wahren“, freute sich Bürgermeister Lutz Brockmann gestern bei der offiziellen Eröffnung.

Ein Brautpaar war zwar (noch) nicht anwesend, dafür hatte sich Innenarchitektin Anke Butt Zeit genommen, die Neu- und Umgestaltung des Raumes vorzustellen. Ihre Aufgabe war es, einen ehemaligen Funktionsraum so zu planen, dass es den Ansprüchen eines Hochzeitspaars gerecht wird. „Die Decke war abgehängt, die Beleuchtung eher funktional, der erste Eindruck vor der Umgestaltung war schon etwas irritierend“, formulierte sie lächelnd.

Die Planerin wollte eine „gewisse Leichtigkeit in den Raum bringen“. Also ran an die Arbeit. Fast alles musste raus. Das Mobiliar, die Beleuchtung und die alten Lampen, Modell 80er-Jahre. Die Decke höher, der Fußboden abgeschliffen und frisch geölt, an den Wänden moderne Textilarbeiten, schon wirkte das Zimmer deutlich freundlicher. Deckenfluter, mal hell, mal gedimmt, Wandleuchten und im Mittelpunkt, frei hängend, ein moderner Leuchter sorgen für festliche Stimmung. Die Verbindung zur Tradition schaffen ein antiker Schrank – ein Buffet verziert mit Schnitzarbeiten – sowie der Tisch, umgeben von zwölf handgefertigten Stühlen. „Die stammen noch aus dem alten Trauzimmmer“, so Brockmann.

Brennende Kerzen, ein Strauß Blumen auf dem Tisch, fehlt nur noch das i-Tüpfelchen, der rote Teppich vor der Tür. Doch auch dafür ist gesorgt. „Kommt noch, ist in der Planung“, so Innenarchitektin Anke Butt.

Im Rathaus freuten sich die Beteiligten über ein „gelungenes Projekt“. Bürgermeister Brockmann lobte die „geschmackvolle Umsetzung“ und, dass der Amtssitz nun wieder zur ersten Adresse für Hochzeitspaare wird. Der Umzug aus dem benachbarten Neubau in den Altbau biete zudem einen weiteren Vorteil. „Gäste und Besucher können sich draußen auf dem umgestalteten Platz aufhalten und im Anschluss an die Trauung schon ein wenig feiern.“

Im zeitlichen Rahmen blieben die Arbeiten für das Projekt. Vom ersten Handschlag im November bis zur Fertigstellung brauchten die Verantwortlichen, neben Innenarchitektin Anke Butt maßgeblich Ralf Heinrich, zuständig für Bauunterhaltung, etwa vier Monate. Circa 18 000 Euro hat der Umbau gekostet.

Die erste Ehe in neuer Umgebung wird am Mittwoch, 16. März, geschlossen. Im Bürgerbüro sind die Mitarbeiter schon gespannt. Leiterin Iris Schünemann sowie ihre Kolleginnen und Kollegen Reinhard Lutter, Andrea Riemer, Julia Fuhrmann, Silke Pehling und Nicole Synatzschke sind für die Trauungen zuständig. Wer sich im Rathaus traut, muss sich dafür allerdings einen Werktag aussuchen, sonnabends bleibt der Verwaltungssitz geschlossen. Geheiratet werden kann auch am Wochenende, dann aber „nur“ auf dem Schiff „Stadt Verden“, im Deutschen Pferdemuseum am Holzmarkt, im Historischen Museum – Domherrenhaus oder neuerdings auch im Alten Schulhaus in Dauelsen.

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