Tortuga: Große Sause im Verwell

Da geht's runter in die Röhre: Sandra Münster und Katrin Möllmann (v.l.) hatten die Idee für den Namen.
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Da geht"s runter in die Röhre: Sandra Münster und Katrin Möllmann (v.l.) hatten die Idee für den Namen.

Tortuga -– Das klingt nach Karibik und Freibeuter-Romantik. In der Tortuga Bay schlüpfte Piratenkapitän Blood nach seiner Flucht aus Barbados 1685 unter und ein gewisser Jack Sparrow verbindet sich auch mit dem Namen. Kein Wunder also, dass bei soviel Kopfkino der Vorschlag von Katrin Möllmann und Sandra Münster überzeugte, die neue große Rutsche im Verwell auf das spanische Wort für Schildkröte zu taufen.

Verden – „Eigentlich hätten wir jetzt gerne ganz groß gefeiert“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Jochen Weiland am Freitag, als das neue Highlight des Verdener Erlebnisbades seinen Namen erhielt. Grund für die Feier wäre nicht nur die jüngste Errungenschaft „Tortuga – Die Rutsche“ gewesen, sondern auch, dass das Verwell jetzt seit 20 Jahren in dieser Form besteht. Dann kam Corona und so mussten Weiland und die Badleitung, Klaus Jürries und sein Stellvertreter Arne Lindhorst, die Attraktion mit einem „kleinen Opening“ in Betrieb nehmen. Zugleich zeichneten sie die beiden Taufpatinnen Sandra Münster und Katrin Möllmann als Gewinnerinnen des Namenswettbewerbs aus.

Dass die Rutsche eine besondere Bedeutung für das Verdener Spaßbad hat, war den Verantwortlichen bewusst. Das hätten die Besucher ihnen immer wieder deutlich gemacht. Und nachdem dann doch klar war, dass die alte Röhre in die Jahre gekommen war, gingen Lindhorst und Konsorten generalstabsmäßig an. „Ein Jahr hat die Planung gedauert“, berichtete er.

Was dabei herauskam, unterstreicht das Konzept des Verwell als Erlebnisbad. Für die stolze Summe von 350 000 Euro ist da mehr entstanden als nur eine neue Röhre. Die rasante 90-Meter-Tour durch den Kunststoff-Tunnel wird mit Licht-Effekten noch aufregender. Wer die Wendeltreppe erklommen hat, kann noch schnell ein Motto wählen und sich dann ins feuchtfröhliche Vergnügen stürzen. Unterwegs begrüßen dann Bildschirme die Rutschenden, auf denen sie Motive zu einem Piraten- oder Gruselmotto erhaschen können. „Das ist sehr unterschiedlich und für besondere Gelegenheiten, wie Weihnachten etwa, können wir weitere anbieten“, erklärte Lindhorst.

„Das Gute ist, dass jeder Tortuga nutzen kann“, findet der stellvertretende Betriebsleiter. Freigegeben sei die Rutsche für alle ab sechs Jahren. 10 bis 15 Sekunden dauere die Sause. Genauer registrieren das Sensoren, die auf der Abwärtstour angebracht sind. Unten angekommen, zeigt ein Display das Tempo und die Rutschzeit an. So mancher wird sich nicht wehren können, in den Wettbewerb einzusteigen, denn die Anzeige hält immer auch die Bestzeiten fest.

Die beiden Gewinnerinnen des Namenswettbewerbs freuen sich schon mal darauf, „ihr“ Tortuga ausprobieren zu können. Für die Taufe hatten sie aber noch keinen Badeanzug mitgebracht. Deshalb muss der Test bis zum nächsten Besuch warten. Dass der für Walsroderin Sandra Münster ebenso kommt, wie für die Verdenerin Katrin Möllmann, war beiden Dauergästen des Verwell aber klar. Unter den 200 Teilnehmern des Wettbewerbs hatten sie dieselbe Idee gehabt, und das völlig unabhängig von einander. „Wir kennen uns gar nicht“, erklärte die Verdenerin. Gelegenheit zum Besuch haben sie jedenfalls. Als Preis erhielten die beiden Wertkarten des Verwell im Wert von 200 Euro.

Von Ronald Klee

Preisübergabe: Jochen Weiland (l.), Arne Lindhorst und Klaus Jürries gratulierten den beiden Preisträgerinnen.

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