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Top-Act Kapelle Petra zum Jubiläum im Verdener Stadion

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Von: Heinrich Laue

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Drei Leute mit Plakat auf Stadiontribüne.
Sie arbeiten eng zusammen bei der Vorbereitung der 10. Inklusiven Rocknacht, von links: Julian Tamke, Projektleiter von der Lebenshilfe Verden und Bandmanager, Jeanette Atherton von der „jump-i“-Eventagentur und Oliver Geweke, Geschäftsbereichsleiter Offene Hilfen bei der Lebenshilfe. © Laue

Zwei Jahre legte sie eine Corona-Pause ein, jetzt startet die zehnte Inklusive Rocknacht. Auch Hau Drauf und Floyd Unlimited sind dabei

Verden – Mit „An irgendeinem Tag wird die Welt untergehn, doch an allen andern Tagen auch nicht“ wurde die „Kapelle Petra“ aus Hamm bekannt. Es war in Lockdown-Zeiten das Titellied der ZDF-Show „Noch nicht Schicht“ mit dem bekannten Kabarettisten Sebastian Pufpaff.

Am 7. Mai ist die Kapelle Petra umsonst und draußen beim Stadion am Berliner Ring in Verden zu erleben. Dort steigt dann die von bewährten Kräften der Lebenshilfe Verden organisierte zehnte Ausgabe der Inklusiven Rocknacht.

Zu diesem kleinen Jubiläum müsse unbedingt etwas Besonders geboten werden, haben sich Oliver Geweke als Geschäftsbereichsleiter der „Offenen Hilfe“, Projektleiter Julian Tamke und Jeanette Atherton von der Event-Agentur Jump-i gemeinsam überlegt. Julian Tamke ist auch Manager der inklusiven Band „Hau Drauf“ und hat ebenso wie Jeanette Atherton weitere gute Kontakte zur Musikszene.

So gelang letztlich die Verpflichtung der „Kapelle Petra“. „Hau Drauf“ sind ebenfalls schon traditionell dabei und haben jeweils das Recht, zwei weitere Bands einzuladen. Neben der Kapelle Petra sind das dieses Mal Floyd Unlimited. Wie der Name schon vermuten lässt, stehen bei ihrem Auftritt Pink-Floyd-Coverversionen im Mittelpunkt.

Ort des gesamten Geschehens ist auf dem von der Lindhooper Straße 70 aus erreichbaren Gelände hinter den Stadion-Tribünen

Aber die Inklusive Rocknacht nach zwei Jahren Corona-Pause ist nach wie vor nicht nur Musik-Veranstaltung. Der 5. Mai nämlich ist „Europäischer Protesttag zum Gleichstellen von Menschen mit Behinderungen“, und diese Thematik komme in kurzen Wortbeiträgen zwischen den Band-Auftritten ebenfalls zur Sprache, wie Oliver Geweke hervorhebt.

Vor allem um Barrierefreiheit gehe es. Damit seien nicht nur behindertengerechte Eingänge zu Geschäften oder abgesenkte Bordsteine gemeint. Auch auf sprachliche Barrierefreiheit müsse verstärkt geachtet werden. Das bedeute, mit mehr bildlichen Darstellungen und „einfacher Sprache“ etwa in behördlichen Mitteilungen oder anderen offiziellen Schreiben zu arbeiten. Nur dann könnten auch Menschen mit kognitiven Beschränkungen, also geistigen Handicaps, die betreffenden Informationen verstehen.

Es gilt bei der Veranstaltung zwar weiter das Motto „Umsonst und draußen“, doch werden Spendenboxen aufgestellt, in die jeder und jede je nach persönlichem Gefallen und Großzügigkeit Geldscheine oder -münzen einwerfen kann.

Auto-Parkmöglichkeiten gibt es auf dem Warwickplatz, der auf der gegenüberliegenden Straßenseite zum Areal der Kreisverwaltung gehört. Radfahrerinnen und Radfahrer stellen ihre Geräte auf der Freifläche am Ende der Zuwegung zum Stadion ab, die in Höhe des Hauses Nr. 70 abzweigt.

Natürlich sind Interessierte jeden Alters oder Geschlechts und nicht nur gehandicapte Menschen zu dem Open-Air-Event eingeladen. Zum Inklusionsgedanken aber gehört auch, dass in „Lebenshilfe“- Einrichtungen Betreute neben anderen ehrenamtlichen Kräften Security-Aufgaben mit übernehmen.

Oliver Geweke ist sich bereits jetzt ziemlich sicher: „Wir werden einen Riesenansturm zu dieser Rocknacht erleben“.

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