„Alle ziehen mit“

Tierheim schließt Pforten wegen Corona-Virus

Kätzchen Lena würde sich auf ein neues Zuhause freuen. Fotos: wienken
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Kätzchen Lena würde sich auf ein neues Zuhause freuen. 

Im Tierheim in Verden-Walle merken die Bewohner nichts von Corona. Dennoch bestimmt die Pandemie den Alltag und bringt Abläufe durcheinander. „Wir stellen uns darauf ein. Schließlich müssen die Tiere ja versorgt werden“, so die stellvertretende Leiterin Janina Grube.

Verden – Eigentlich ist alles wie immer. Die Pforte zum Hof des Tierheims Walle an der Waller Heerstraße ist geöffnet. Der Besucher kann mit dem Auto auf den Parkplatz bis vor das Haus fahren und den kurzen Weg zum Eingang nehmen. Aber dann ist eben doch alles ganz anders: „Da hast du Glück gehabt, ich wollte gerade die Pforte abschließen. Wir machen für den Besucherverkehr erst mal dicht“, so Janina Grube, stellvertretende Leiterin der Einrichtung. Die Mitarbeiter haben sich in einer Besprechungsrunde darauf geeinigt, möglichst wenig Kontakt zu fremden Personen zuzulassen. Was sich zunächst einfach anhört, ist mit Mehrarbeit verbunden. „Aber alle ziehen mit.“

An der Eingangstür der Einrichtung klebt ein Zettel, der auf die veränderte Situation hinweist. Es wird klar, was in diesen Tagen fast schon Normalität ist: Ausnahmezustand auch im Tierheim.

Ansteckung der Mitarbeiter könnte Versorgung gefährden

Wie lange, steht noch nicht fest. Bis auf Weiteres muss die Einrichtung für den allgemeinen Publikumsverkehr schließen, heißt es da. Janina Grube nennt den schlüssigen Grund: „Eine mögliche Ansteckung unserer wenigen Mitarbeiter könnte die Versorgung unserer Tiere maßgeblich gefährden.“

Angesichts der relativ dünnen Personaldecke, zählt im Haus jede Arbeitskraft. Im Normalfall kann das Team auf die Unterstützung zahlreicher ehrenamtlicher Tierfreunde, darunter viele ältere Menschen, zählen. „Aber genau die Personen gehören zur Risikogruppe und sollten natürlich zu Hause bleiben“, schildert Janina Grube die Situation.

Fundtiere werden mit telefonischer Anmeldung angenommen

Trotz der Schließung läuft der Betrieb in der Einrichtung weiter. Mehrere Pflegerinnen kommen von einem längeren Spaziergang mit einer Gruppe Vierbeiner zurück. Die Hunde sind gut drauf, so soll es sein und auch bleiben. „Wir sind bemüht, alles so normal wie möglich weiterlaufen zu lassen.“

Dazu gehört auch die Annahme und Rückführung von Fundtieren. „Wir bleiben im Einsatz, allerdings nur nach telefonischer Anmeldung“, betont Janina Grube. Das gilt auch für die Vermittlung von Tieren.

Info

Fragen per E-Mail an info@tierheim-verden.de oder von 10 bis 17 Uhr unter Telefon 04230/942020.

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