Kommunalkino zeigt zum 35-jährigen Bestehen „Wie ich den Krieg gewann“

Tief in die Kiste gegriffen

Die Vorstandsmitglieder Jürgen Menzel, Juliane Böcker-Storch und Heiko Edelbüttel (von links) werben für einen besonderen Koki-Abend. - Foto: Wennhold

Verden - Von Erika Wennhold. 50 Jahre ist es her, dass John Lennon als Schauspieler in Verden war, 35 Jahre, dass ein neuer Verein in den damals noch drei städtischen Kinos für mehr Vielfalt sorgte. Beide Ereignisse verschmelzen am Mittwoch, 31. August, 20 Uhr, zu einer Veranstaltung ganz besonderer Art. Das Kommunalkino (Koki) Verden zeigt den Kinofilm „Wie ich den Krieg gewann“, der 1966, kurz nach der Trennung der Beatles, mit John Lennon in der Hauptrolle zum Teil in Verden gedreht wurde. Eine Szene entstand zum Beispiel am Mühlentor, wo heute das John-Lennon-Denkmal steht, andere wurden in der ehemaligen Brunnenwegkaserne gedreht.

Festlich wird es im heute einzigen Kino der Stadt, dem Cine City in der Zollstraße, aber schon eine Stunde vorher. Ab 19 Uhr lädt der 54 Mitglieder zählende Verein in das Kino-Foyer ein. Mit einem Blick zurück, kurzen Festreden, vor allem aber Beatles-Musik soll sich dieser Kommunalkino-Abend von allen anderen abheben. Der Vorstand um Jürgen Menzel konnte die hiesigen Musiker Elena Artisi, Paula Römer und Benjamin Hohls für den musikalsichen Part gewinnen. Als kleines Dankeschön ist im Einrittspreis von fünf Euro ein Freigetränk enthalten.

Die Fangemeinde des Kommunalkinos erhält aber noch ein Geschenk. Lange im Vorfeld dieses kleinen Jubiläums hatte es eine Abstimmung darüber gegeben, welche beliebtesten Filme in 35 Jahren Koki im September noch einmal gezeigt werden sollen. Inzwischen ist das Ergebnis bekannt: Die Wahl fiel auf „Das Labyrinth der Wörter“ mit Gerard Dépardieu in der Hauptrolle, „Der Geschmack von Apfelkernen“ mit Hannah Herzsprung, „Wie im Himmel“ mit Michael Nyqvist und „Still Alice“ mit Julianne Moore. 138 Koki-Fans haben sich an der Abstimmung beteiligt. Unter ihnen werden dreimal zwei Kinokarten verlost. Die Flyer-Aktion für die Abstimmung hatte für den Verein einen schönen Nebeneffekt: Drei neue Mitglieder konnten hinzugewonnen werden. Der Jahresbeitrag kostet 20 Euro und ermöglicht Einflussnahmen auf das Koki-Programm.

Im Schnitt kommen zwischen 60 und 70 Personen, wenn das Kommunalkino an der Reihe ist. Das ist ein gutes Ergebnis und bescheinigt dem Verein ein gutes Gespür bei der Filmauswahl, was auch an anderer Stelle gewürdigt wurde. Menzel: Fünfma in Folge haben wir einen Preis dafür bekommen. Das letzte Mal stimmte Regisseur Detlev Buck für uns.“

In 35 Jahren wurden im Koki 2 000 Filme von 50 000 Kinofans angesehen. Hinzu kommen die Kurzfilme, wenn alle zwei bis drei Jahre Festival gefeiert wird, das so manchem Nachwuchsregisseur auf die Sprünge geholfen hat.  Wer mehr über den Verein und sein Programm erfahren möchte, kann das im Internet unter koki-verden.de tun oder auch auf Facebook.

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