Thomas Feibel spricht über den richtigen Umgang mit digitalen Medien

Smartphones können das „Tor zur Hölle“ öffnen

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Thomas Feibel referierte in der Stadtbibliothek Verden zum Thema digitale Medien.

Verden - Ein Leben ohne Smartphone und Internet? Für viele Kinder und Jugendliche ist das heute undenkbar. Als sogenannte „Digital Natives“ wurden sie in die Welt der neuen Medien hineingeboren und sind von Anfang an mit ihnen vertraut. Doch wie erzieht man seinen Nachwuchs zum richtigen Umgang mit Tablet und Co.? Antworten auf diese Frage gab am Mittwochabend Thomas Feibel in der Verdener Stadtbibliothek.

Das Internet sei durchaus als Chance zu begreifen, so Feibel zu Beginn. Man könne selbst kreativ sein, zum Beispiel ein Buch schreiben oder kleine Filme drehen. „Der Anspruch an die Lesefähigkeit hat sich geändert, man muss heute auch wissen, wie man mit den Fotos umgeht, was man darf und was nicht“, erklärte der Medienexperte. Leider seien Handys in vielen Schulen verboten. Feibel plädierte dafür, dass man stattdessen den richtigen Umgang mit den Geräten lernt.

Doch wie viel Zeit darf ein Kind mit dem Smartphone oder dem Computer verbringen? Der Journalist sei gegen starre Zeitvorgaben. „Man kann kein Kind mit dem anderen vergleichen.“ Allerdings gelte es, auf den richtigen Umgang mit dem Smartphone zu achten, da es andernfalls durch Abzocke oder Missbrauch der Daten schnell das „Tor zur Hölle“ öffnen könne. Deutlich sprach Feibel sich dagegen aus, dass Mädchen und Jungen zu früh ein Handy oder einen PC benutzen. „Bis zum Alter von sechs Jahren sollten sich Kinder selbst kennenlernen.“ Einem kleinen Kind ein Tablet in die Hand zu drücken, damit man seine Ruhe habe, sei Körperverletzung.

Trotzdem, irgendwann gehören der Computer und das Internet zum Alltag. Alle, auch die Erwachsenen sind praktisch 24 Stunden online. Als eine Gefahr der Entwicklung beschrieb Feibel die fehlende Langeweile. „Ich würde mir wünschen, dass wir uns mal wieder langweilen. Machen Sie doch einmal ein medienfreies Wochenende“, richtete der Referent einen Appell an seine Zuhörer. Nur wer selbst zur Ruhe komme, könne das auch an seine Kinder vermitteln. „Wir vergessen gern, dass wir in unserem Verhalten von den Kindern beobachtet werden. Wir müssen auch an uns selbst arbeiten.“

ahk

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